Herzlich Willkommen! In unserem ersten Beitrag wollen wir euch einen Überblick über unser Projekt geben: Was macht das Projekt aus? Wie ist es zu Stande gekommen? Wer ist bisher alles dabei? Und was erwartet euch in zukünftigen Beiträgen? Wir haben uns vorgenommen etwa einmal im Monat einen Blog zu veröffentlichen, jeweils mit einem anderen Schwerpunktthema. Wir freuen uns natürlich immer über Fragen und Hinweise über die Kommentarfunktion. Weitere Infos zum Projekt erhaltet ihr auch unter www.llec.info.

Das Projekt

Beim LLEC-Projekt handelt es sich um eine integrierte Forschungsplattform für zukünftige Energiesysteme in Form eines Reallabors. Die Grundidee ist, elektrische, thermische und chemische Energieströme über ein innovatives intelligentes IT-System optimal auszulegen und zu betreiben (Sektorkopplung). Dazu werden etablierte als auch prototypische Energiedemonstratoren unter anderem aus den Bereichen Photovoltaik, Batterietechnik, Wasserstoff und Abwärmenutzung in die Energieversorgung des Forschungscampus integriert. Eine Leitzentrale wird Informationen über alle Energieströme auf dem Gelände des Forschungszentrums sammeln und die verschiedenen Energiesysteme auf Basis vorausschauender, lernfähiger Algorithmen regeln. Das Ganze wird von einer komplexen IT-Infrastruktur gesteuert. Das Besondere daran ist der Test unter Realbedingungen auf dem Campus. Zudem werden Technologie und intelligente Steuerung zusammen unter der Frage betrachtet, wie Mensch und Technik dabei im Alltag optimal interagieren können.

Die Historie

Erste Ideen zu diesem Projekt entstanden bereits 2015. Im gleichen Jahr beschloss der Aufsichtsrat die Einbringung der Idee „Living Lab Energy Campus“ in das HGF-Verfahren für strategische Ausbauinvestitionen größer 15 Mio. Euro ab 2017.  Anfang 2017 wurde dann die Stelle eines Projektmanagers ausgeschrieben, welche ich dann ab Juni 2017 antrat. Zunächst einmal galt es zusätzliche Drittmittel einzuwerben, eine Voraussetzung für die Förderung durch die HGF. Bis Ende 2017 konnten dann zwei Projekte beim BMWi, eins beim BMBF und eins beim MWIDE erfolgreich eingeworben werden. Somit waren alle Voraussetzungen für einen Projektstart gegeben, so dass im März 2018 das Kick-Off-Meeting stattfand. Das Jahr 2018 war geprägt durch das Aufsetzen der Projektstruktur nach PRImA, dem Einrichten einer Finanzstruktur über alle Institute hinweg, der Beschaffung zusätzlicher Personalmittel bzw. der Akquise von zusätzlichem Personal, sowie der wissenschaftlichen Ausgestaltung der verschiedenen Energie-Demonstratoren. Außerdem wurde ein weiteres Drittmittelprojekt zum Thema Wasserstoffspeicher vorbereitet. 2019 wurde mit den Planungen zu den zahlreichen Bauvorhaben begonnen und bis heute bereits mehrere Ausschreibungen auf den Markt gebracht. Im Juni wurde dann dem neuesten Mitglied der LLEC-Projektfamilie zum Thema „Power To Gas“ seitens des BMBF eine Förderung zuteil.

Das Team

Ein solches Projekt funktioniert aufgrund der Vielseitigkeit der Themen natürlich nur mit einem hochgradig interdisziplinären Team. Insgesamt arbeiten aktuell über 30 Personen aus mehr als zehn verschiedenen Geschäftsbereichen bzw. Instituten sowie externe Partner aus Industrie und Wissenschaft in diesem Projekt zusammen. Wir suchen aber nach wie vor Verstärkung! Beteiligt sind momentan Bereiche der technischen Infrastruktur wie Planen und Bauen und das Liegenschaftsmanagement, sechs verschiedene Bereiche aus dem Institut für Energie- und Klimaforschung, IT Services sowie das Team vom Zukunftscampus. Der neue Projektmanagement-Ansatz PRImA ermöglicht es uns, in derzeit 7 Teams effektiv zusammen zu arbeiten. Eine Herausforderung ist dabei, den neuen Projekt-Ansatz mit den etablierten Linien-Prozessen in Einklang zu bringen. Hier unterstützen wir mit unserer Erfahrung auch die Weiterentwicklung der PRImA-Methode.

Die Blogger

In Zukunft wollen euch folgende Blogger über das LLEC-Projekt auf dem Laufenden halten:

Ich, Stefan Kasselmann, bin promovierter Physiker und ist seit 2017 Projektmanager des LLEC. Ich bin für die operative Umsetzung des Projektes verantwortlich. Meine Hauptaufgabe ist es sicherzustellen, dass das Projekt im Auftrag des Lenkungsausschusses und in Abstimmung mit den Teammanagern die geforderten Ergebnisse innerhalb definierter Toleranzen erreicht.

Andreas Gerber ist promovierter Physiker und arbeitet seit 2009 im Institut für Energie und Klimaforschung, IEK5-Photovoltaik. Seine Hauptinteressen liegen in der Charakterisierung von Solarmodulen und der Untersuchung der Zuverlässigkeit/Langlebigkeit  von Solarmodulen. Im LLEC ist er der Teammanager  für den Bereich „Photovoltaik“.

Die Architektin Susanne Hoffmann ist seit 2019 bei B-PN1 beschäftigt und im Projekt LLEC die Teammanagerin für den Bereich „Planen und Bauen“. Damit bildet sie das Bindeglied zwischen den Wissenschaftlern und ihren Kollegen mit dem Ziel der baulichen Planung und Umsetzung aller aktuellen oder zukünftigen wissenschaftlichen Demonstratoren.

Ellen Kammula ist promovierte Biologin und seit 2012 wissenschaftliche Referentin bei der Stabsstelle Zukunftscampus. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist das Nachhaltigkeitsmanagement. Im Projekt LLEC ist sie als Teammanagerin für „Engagement and Dissemination“ unter anderem für die Partizipation der Mitarbeiter im Reallabor verantwortlich.

Martin Müller arbeitet seit seinem Abschluss des Maschinenbaustudiums im Jahr 2002 am Forschungszentrum Jülich. Am IEK-3 leitet er die Abteilung Verfahrenstechnik Elektrolyse, die sich thematisch mit der Erforschung und Entwicklung großskaliger Elektrolyseure der nächsten Generation beschäftigt. Im LLEC-Projekt ist er der Teammanager für den Bereich Wasserstoff.

Luc Raijmakers ist PostDoc am Institut für Energie- und Klimaforschung – Grundlegende Elektrochemie (IEK-9). Sein Fokus liegt auf dem Testen, den Alterungsprozessen, der Modellierung und der Simulation von Li-Ionen-Batterien. Im LLEC-Projekt ist er der Teammanager für den Bereich Batteriesysteme.

 

Andre Xhonneux ist promovierter Maschinenbauer und seit 2009 am FZJ beschäftigt; seit 2017 leitet er am IEK-10 das Team „Gebäude und Quartiere“, welches sich mit der optimalen Auslegung und dem optimalen Betrieb von dezentralen Energiesystemen befasst. Dabei hat die Umsetzung von maßgeschneiderten Modellen und Algorithmen in die Praxis einen besonderen Stellenwert.

What’s next?

In den folgenden Beiträgen wollen wir zu folgenden Themen bloggen: Wie verändert das LLEC-Projekt den Campus? Wie können wir regenerative Energien saisonal speichern? Wie sieht das Datenmanagement aus? Wie regelt man ein solches dezentrales Energiesystem? Und wie kann die Technik und der Mensch dabei im Alltag optimal interagieren?

Welche Fragen habt ihr zu unserem Projekt? Welche Themen interessieren euch besonders? Wir freuen uns über eure Kommentare!