Dr. Alexander Graf leitet eine BMBF-Nachwuchsgruppe am Institutsbereich Agrosphäre des Jülicher Instituts für Bio- und Geowissenschaften und untersucht unter anderem das Wachstum von Bäumen in der Eifel. Unter dem Motto „Woran forschen Sie gerade“ stellt er seine Arbeit im kommenden effzett-Magazin in aller Kürze vor.

Hier, im Jülicher Campus-Blog „Zweikommazwei„, beschreibt er bereits jetzt, was ihn und seine Kollegen zur Zeit umtreibt und warum gerade dieser Herbst besonders spannend für die Wissenschaftler ist…


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Seit heute bieten wir auf unserer Website wissenschaftliche Ergebnisse aus dem Forschungszentrum Jülich in einem neuen Format an. Die „Fachmeldungen“ weisen auf ausgewählte wissenschaftliche Publikationen hin, die für die internationale Fachpresse und wissenschaftliche Community von Interesse sind, die in der allgemeinen Öffentlichkeit jedoch eher wenig Chancen auf eine breite Wahrnehmung haben – etwa weil sie für Laien zu abstrakt sind. Die Fachmeldung grenzt sich somit ab von anderen Angeboten wie etwa der Pressemitteilung, in der wir Themen und Forschungsergebnisse für die breite Öffentlichkeit aufgreifen.

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Vögel zwitschern, Sonnenstrahlen durchdringen nur zaghaft die dichten Baumkronen am Rande der großen Lichtung in der Nordeifel. Mitten durch die Kahlfläche schlängelt sich der Wüstebach durch sein Bett. Unweit marschiert eine Gruppe von Bild der Wissenschaft-Lesern durch Gehölz.

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Sissi, Schlösser, die Donau – ach was, Wien ist noch viel mehr! So ist die Stadt etwa voll von Musikern und Künstlern. Oft höre ich bewegende Melodien von berühmten klassischen Musikern, wenn ich durch die Stadt flaniere. Gern fahre ich auch mit den alten roten Straßenbahnen mit ihren klingenden Glocken, umgeben von den vielen modernen Gebäuden. Dabei bin ich auch auf eine wunderschöne Müllverbrennungsanlage gestoßen, die vom österreichischen Künstler Friedensreich Hundertwasser als orientalisches Fantasieschloss designt wurde.

Hier kann ich die Vermischung der Geschichte mit dem modernen Leben der Stadt regelrecht fühlen. Es ist genau dieser faszinierende Mix, der für mich den europäischen Charme aus-macht und mich hier bei meinem Forschungsaufenthalt an der Universität Wien ganz besonders begeistert.

Shurong Liu vor dem Konzerthaus des Wiener Musikvereins Quelle: privat

Shurong Liu vor dem Konzerthaus des Wiener Musikvereins
Quelle: privat

Shurong Liu ist Doktorandin am Jülicher Institute of Bio- and Geosciences, Bereich Agrosphere (IBG-3) und forschte einen Monat lang an der Fakultät für Lebenswissenschaften der Universität Wien in Österreich. In ihrem wissenschaftlichen Projekt analysiert sie Stickstoffprozesse und N₂O-Emissionen. Während ihres Aufenthalts in Wien untersucht sie vor allem die NH₂OH-Freisetzung von Ammoniak-Oxidierern.

Wir sind mit den Jülich Blogs Ende 2015 gestartet. Anfangs drei haben wir mittlerweile sechs Blogs online. Sieben feste Autoren und einige Gastautoren haben bisher rund 100 Beiträge veröffentlicht. Sie berichten von Messungen in eisigen Höhen und Molekülen in atomaren Tiefen, sie erzählen von großen wissenschaftlichen Herausforderungen und wagen einen Blick in die Jülicher Vergangenheit. Von Kollegen aus dem Forschungszentrum und der wissenschaftlichen Community bekommen wir viel positives Feedback, was uns sehr freut.

Toll ist aber auch, dass das Portal über die „wissenschaftlichen Grenzen“ hinaus Beachtung findet und Frau Rother und ich es zum Beispiel heute auf dem Kommunikationskongress als „Best Case“-Projekt vorstellen dürfen. Grund genug auch hier im Blog eine Zwischenbilanz zu ziehen.

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Da sind sie, unsere JuDocs 2016! 

Unter dem Motto „Karriere made in Jülich“ erhielten am Samstag 39 Jülicher Doktoranden ihre Urkunden. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 332 Doktorandinnen und 576 Doktoranden bei uns im Forschungszentrum betreut. 320 von ihnen kamen aus dem Ausland – aus 57 Nationen.

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Besuch Bundespräsitend Joachim Gauck

Der 1. September war für Farhad Jawich ein besonderer Ausbildungstag. Nicht etwa, weil der zukünftige Industrieelektriker ein Projekt der Jülicher Berufsausbildung vorstellen sollte – das macht der aus Syrien stammende 24-Jährige mittlerweile routiniert. Vielmehr waren es die außergewöhnlichen Gäste, denen er gemeinsam mit Sören Langen die induktive Ladesäule der Berufsausbildung präsentierte: Dem Bundespräsidenten Joachim Gauck und seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt begegnet man schließlich nicht jeden Tag.

Kein Wunder, dass Farhad Jawich etwas nervös war, wie er im Nachhinein erzählte…

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Dies ist der zweite Teil des Artikels „Der Vorposten des Gehirns“. Den ersten Teil finden Sie hier.

DIE SPRACHE DER ZELLEN

Noch komplexer wird der Ausflug in die Welt des Sehens, wenn Müller auf Botenstoffe und Ionenkanäle zu sprechen kommt, die molekulare Grundlage der Sprache der Nervenzellen. Hier sieht er enormen Forschungsbedarf. „Unser Team hat beispielsweise gezeigt, dass jeder Bipolarzelltyp ein spezifisches Repertoire von Ionenkanälen hat.“ Ionenkanäle sind Bausteine in der Zellmembran. Durch sie gelangen elektrisch geladene Teilchen – Ionen – in die Zelle und aus ihr heraus. Da sich die Kanäle öffnen und schließen können, steuern sie wie ein Schalter, ob ein elektrisches Signal in Form von Ionen in der Zelle ankommt.
„Jeder Zelltyp hat sein ganz spezielles Inventar von Kanälen, und das prägt das jeweilige typische Antwortverhalten der Zellen“, führt Müller aus. Seine Arbeitsgruppe konnte beispielsweise in Stäbchen einen Ionenkanal nachweisen, den die Forscher salopp „Notbremse“ nennen. Er schaltet das Signal der Stäbchen bei viel Licht ab.

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Was wir sehen, entsteht im Kopf. Aber es ist nicht alleine das Gehirn, das die visuelle Information auswertet. Bereits im Auge wird die Information vorab gefiltert und verarbeitet. Dafür zuständig ist die Netzhaut – ein verschlungenes Netzwerk aus Nervenfasern und -zellen, die sich ständig austauschen. Jülicher Forscher wollen dieses komplizierte Geflecht und das Geflüster in seinem Innern entschlüsseln. Dabei verfolgen sie auch ein ganz praktisches Ziel: Sehhilfen für Blinde zu verbessern.

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Die Biologielaboranten des 2. Ausbildungsjahres des Forschungszentrums Jülich sind für sechs Wochen in Fiskebäckskil (Schweden) am Sven Lovén Center der Universität Göteborg. Der Aufenthalt wird gemeinsam mit dem Berufskolleg Stolberg organisiert und durch das Erasmusprojekt der EU finanziert. Biologielaborantin Alexandra Schmitz hat für uns aus Schweden gebloggt.

Die sechs Wochen in Schweden sind eine echt schöne Erfahrung. Auch wenn wir in einem ziemlich abgelegenen Ort untergekommen sind, bekommen wir doch viel zu sehen.

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