Dies ist der zweite Teil des Artikels „Der Vorposten des Gehirns“. Den ersten Teil finden Sie hier.

DIE SPRACHE DER ZELLEN

Noch komplexer wird der Ausflug in die Welt des Sehens, wenn Müller auf Botenstoffe und Ionenkanäle zu sprechen kommt, die molekulare Grundlage der Sprache der Nervenzellen. Hier sieht er enormen Forschungsbedarf. „Unser Team hat beispielsweise gezeigt, dass jeder Bipolarzelltyp ein spezifisches Repertoire von Ionenkanälen hat.“ Ionenkanäle sind Bausteine in der Zellmembran. Durch sie gelangen elektrisch geladene Teilchen – Ionen – in die Zelle und aus ihr heraus. Da sich die Kanäle öffnen und schließen können, steuern sie wie ein Schalter, ob ein elektrisches Signal in Form von Ionen in der Zelle ankommt.
„Jeder Zelltyp hat sein ganz spezielles Inventar von Kanälen, und das prägt das jeweilige typische Antwortverhalten der Zellen“, führt Müller aus. Seine Arbeitsgruppe konnte beispielsweise in Stäbchen einen Ionenkanal nachweisen, den die Forscher salopp „Notbremse“ nennen. Er schaltet das Signal der Stäbchen bei viel Licht ab.

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Was wir sehen, entsteht im Kopf. Aber es ist nicht alleine das Gehirn, das die visuelle Information auswertet. Bereits im Auge wird die Information vorab gefiltert und verarbeitet. Dafür zuständig ist die Netzhaut – ein verschlungenes Netzwerk aus Nervenfasern und -zellen, die sich ständig austauschen. Jülicher Forscher wollen dieses komplizierte Geflecht und das Geflüster in seinem Innern entschlüsseln. Dabei verfolgen sie auch ein ganz praktisches Ziel: Sehhilfen für Blinde zu verbessern.

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Die Biologielaboranten des 2. Ausbildungsjahres des Forschungszentrums Jülich sind für sechs Wochen in Fiskebäckskil (Schweden) am Sven Lovén Center der Universität Göteborg. Der Aufenthalt wird gemeinsam mit dem Berufskolleg Stolberg organisiert und durch das Erasmusprojekt der EU finanziert. Biologielaborantin Alexandra Schmitz hat für uns aus Schweden gebloggt.

Die sechs Wochen in Schweden sind eine echt schöne Erfahrung. Auch wenn wir in einem ziemlich abgelegenen Ort untergekommen sind, bekommen wir doch viel zu sehen.

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Mit über 5.700 Mitarbeitern zählt das Forschungszentrum Jülich zu den großen Forschungseinrichtungen Europas. Doch wie ist es, auf einem Campus zu arbeiten, der so groß ist, wie eine kleine Stadt? Wie sieht der Arbeitsalltag im Forschungszentrum aus und was gefällt Mitarbeitern an ihrer Arbeit?

In der Rubrik „Stimmen unserer Mitarbeiter“ bitten wir Forscher und Mitarbeiter der Verwaltung sich und ihre Arbeit kurz vorzustellen.

Heute gibt Dr. Mariya Ivanova Einblicke in ihre Forschung. Die gebürtige Bulgarin arbeitet im Jülicher Institut für Energie- und Klimaforschung und erforscht mit ihrem Team wasserstoffdurchlässige Membranen für die effiziente Gas­trennung in industriellen Prozessen. 

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Die Quantenmechanik ist eine der zentralen Säulen der modernen Physik. Jedoch ist die mathematisch komplexe Theorie, mit der sich Eigenschaften und Gesetzmäßigkeiten von Materie beschreiben lassen, wenig anschaulich. Generationen von Nachwuchswissenschaftlern näherten sich dem schwer verständlichen Konzept mit Hilfe des Doppelspaltexperiments, das den Welle-Teilchen-Dualismus anschaulich demonstriert.

Abwechslung versprechen nun zwei Kurzfilme aus dem Forschungszentrum Jülich: Wissenschaftler des Jülich Centre for Neutron Science (JCNS) erklären in ihnen grundlegende Aspekte der Quantenmechanik mithilfe von Neutronenstreuexperimenten aus dem Institut. Die Filme sind rund 5 Minuten lang. Sie bieten sich natürlich für alle Interessierte an, eignen sich aber zum Beispiel auch für den Einsatz in Grundvorlesungen zur Quantenmechanik.

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Am Tag der Neugier Anfang Juni hatten wir nach Euren schönsten Fotoimpressionen gefragt. Unter dem Hashtag #Neugier habt Ihr viele Eindrücke von unserem Tag der offenen Tür auf Facebook und Twitter gepostet und uns damit eine riesen Freude gemacht.

Besonders gefallen hat uns etwa das Bild von Markus Jakobs, der einen Jülicher Wissenschaftler der Helmholtz Nanoelectronic Facility (HNF) abgelichtet hat. Toll fanden wir auch das Foto von ‎Manuela Reimann, die eine sehr kunstvoll geschminkte „Katze“ hinter unserer historischen Fotowand zeigt.

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Wir laden ehemalige Jülicher Doktoranden ein, einen Blogeintrag über ihre Dissertation und ihre Zeit am Forschungszentrum Jülich zu schreiben. Heute freuen wir uns über einen Gastbeitrag von Dr. Martin Schiek. #MyPhD

Während meiner Doktorandenzeit am Forschungszentrum Jülich habe ich die Korrosionsbeständigkeit von Nickelbasislegierungen bei hohen Temperaturen untersucht. Das Ziel ist eine optimierte Anwendung dieses Materialtyps als Trägerstruktur für Gastrennmembranen. Diese Membranen können u. a. zur Abtrennung von CO2 aus Kraftwerksprozessen eingesetzt werden, um CO2-Emissionen zu reduzieren und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

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Profifußball und Forschungszentrum? Wie gut das zusammenpasst, beweist Jasmin Hamann nahezu täglich. Die 29-jährige Industriemechanikerin aus dem Jülicher Peter Grünberg Institut feierte vor kurzem einen Erfolg, von dem nicht wenige Fußballfans und -spieler ihr Leben lang träumen. Hamann stieg mit ihrer Borussia aus Mönchengladbach in die erste Liga auf und misst sich fortan in dieser mit den großen und bekannten Frauen-Fußballmannschaften aus Potsdam, Wolfsburg, München oder Frankfurt. „Es war ein absoluter Überraschungserfolg. Wir sind erst in der vergangenen Saison aufgestiegen und haben nun den direkten Durchmarsch geschafft. Das war in keiner Weise geplant“, erklärt die Jülicherin.

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Zum Tag der Neugier veranstalten wir ein Foto-Gewinnspiel auf Facebook und Twitter. Zu gewinnen gibt es jeweils einen Kapuzenpulli und zwei T-Shirts mit Aufdruck. Machen Sie mit und posten Sie Ihr #Neugier-Foto!

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