Ohne Phosphor kann keine Pflanze auf dem Feld gedeihen, doch die Lagerstätten der Rohphosphate, aus denen mineralische Phosphordünger hergestellt werden, sind endlich und zudem nur auf eine Handvoll Länder verteilt. Daher erforschen Wissenschaftler in dem BMBF-BonaRes Verbundprojekt InnoSoilPhos nach möglichen Alternativen.

Die Idee Knochen als Phosphordünger zu nutzen ist nicht neu, denn bereits Ende des 1800 Jahrhunderts galten Knochen – die aus ca. 15 % Phosphor bestehen – und Knochenmehl als wertvoller Dünger. Durch die wachsende Fleischindustrie fallen immer mehr Knochen als Schlachtabfälle an, die teilweise als Knochenmehl für die unterschiedlichsten Zwecke genutzt wurden. Allerdings wurden die Bedenken über eine mögliche Übertragung von Pathogenen und Krankheiten durch die Nutzung von Knochen und Knochenmehl mit der Zeit immer größer. Um eventuelle Krankheitserreger zu eliminieren können die Knochen jedoch auch verkohlt werden, wobei potentielle Nährelemente wie Phosphor, Kalzium oder auch Magnesium enthalten bleiben. Diese sogenannte Knochenkohle bildet daher den idealen Grundstein für einen neuartigen Phosphordünger – der nicht auf einer endlichen Ressource wie dem Rohphosphat basiert – und die Schließung von Elementkreisläufen.

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Forscher des IBG-3 kombinieren im deutsch-äthiopischen Projekt ClimEtSan ökologische Sanitärversorgung, Kompostierung und Biokohletechnologie in Äthiopien. Es geht darum herauszufinden, ob mit diesem Ansatz zu Kreislaufwirtschaft und angepaßter Technologie Ernährungssicherung und Klimaschutz verknüpft werden können.

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