Mikroorganismen sind immer bestens an ihre natürliche Umgebung angepasst. Die Evolution hat dafür gesorgt, dass sie die verfügbaren Nährstoffe effizient nutzen können und darüber hinaus gegen schädliche Einflüsse gewappnet sind (nach Charles Darwin’s: „Survival of the Fittest”). Aber was passiert, wenn Biotechnologen ganz neue Stoffwechselwege in Mikroorganismen einbauen, um damit z. B. alternative Nährstoffquellen für die biotechnologische Produktion nutzbar zu machen?

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Biotechnologie arbeitet im Verborgenen. Die Produkte von Biotech-Firmen kann man selten im Laden kaufen. Aber für die Herstellung unglaublich vieler Supermarkt-Produkte – zum Beispiel im Bereich Lebensmittel, Getränke, Nahrungsergänzungsstoffe oder Waschmittel – wird Biotechnologie gebraucht. Die Biotechnologie-Branche liefert hierfür chemische Grundstoffe, pharmazeutische Substanzen, Enzyme oder Zellkulturen. Tierfutter enthält biotechnologisch produzierte Nahrungsergänzungsstoffe, Waschmittel beinhaltet biotechnologisch hergestellte Enzyme, Vitamine werden mit Hilfe von Mikroorganismen hergestellt und die meisten Milchprodukte sind ohne den Einsatz mikrobieller Kulturen oder Enzyme gar nicht denkbar, geschweige denn alkoholische Getränke. Die Liste der Branchen, die auf biotechnologische Produkte und Prozesse angewiesen sind, lässt sich problemlos erweitern: Chemie, Pharmazie, Materialherstellung, Landwirtschaft, Treibstoffproduktion und vieles mehr.

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