Eine sehr kurze Geschichte, wie unsere Reise zu Diversity, Equity und Inclusion begann

Diversity und Inclusion ist kein Projekt, sondern eine langfristige Verpflichtung … zumindest wäre das meine erste Reaktion, wenn mir jemand erzählen würde, dass sie:er ein Projekt zur Verbesserung von Diversity, Equity und Inclusion in ihrer:seiner Organisation initiieren würde. Es gibt keinen Ein/Aus-Schalter. Das Engagement für D&I ist eher eine lebenslange Reise als ein Hundert-Meter-Sprint. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir wie Alice im Wunderland einem weißen Kaninchen in ein Loch ohne klare Ziele oder Richtung folgen müssen. D&I ist kein Umherirren in der Hoffnung, rechtzeitig zum Tee wieder zu Hause zu sein. Es erfordert Zielstrebigkeit, Planung und Koordination. Die Versuchung, sich so schnell wie möglich auf den Weg zu machen, mag groß sein, besonders wenn wir wissen, dass eine lange Reise vor uns liegt. Es wäre jedoch keine sonderlich gute Idee, sich auf den Weg zu machen, ohne zu wissen, wohin genau wir gehen, mit wem wir gehen und welche Zwischenziele wir erreichen müssen, bevor wir an unserem Ziel ankommen. Ich habe festgestellt, dass das Problem in vielen Fällen nicht darin besteht, sich auf abstrakte D&I-Aussagen zu einigen, sondern eher auf Details wie „wie kommen wir dorthin“, „was muss geändert werden“, „wie“ und „durch wen“.

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Als Spezialistin für Diversity und Inclusion (D&I) spreche ich gerne darüber, warum sich Organisationen für Diversity, Equity und Inclusion einsetzen sollten. Ich stecke mein ganzes Herz und meine ganze Energie in meine Arbeit und die Menschen in meinem Umfeld wissen wahrscheinlich, wie leidenschaftlich ich Forschungs- und Bildungseinrichtungen dabei helfe, ein inklusiveres und gerechteres Umfeld für Studierende, Mitarbeitende und die Gesellschaft im Allgemeinen zu schaffen. Dennoch machte mich ein Freund einmal darauf aufmerksam, dass ich im beruflichen Kontext vielleicht etwas zynisch rüberkomme. Ich würde das eher als Pragmatismus bezeichnen… Es stimmt jedoch, dass ich, wenn ich über Diversity und Inclusion spreche, dazu neige, mich eher auf den Business Case als auf moralische Argumente zu konzentrieren. Wenn ich dies dennoch tue, dann nur, weil ich denke, dass sie effektiver sind, wenn ich mich an ein breites und zusammengesetztes Publikum mit einer Vielzahl von Meinungen und politischen Neigungen wende.

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