Wie ein Biochemiker die Neurobiologie entdeckte

Reisen erweitert den Horizont, so sagt man. Doch wichtig für neue Erfahrungen und eine größere Weltsicht ist die Einstellung zum Reisen. Ein passionierter Reisender sagte einst: ‚Gegen Zielsetzungen ist nichts einzuwenden, sofern man sich dadurch nicht von interessanten Umwegen abhalten lässt.‘ Das kleine Zitat von Mark Twain beschreibt recht gut, wie Cole Wilson ans Forschungszentrum Jülich gekommen ist. Das Ziel ist in diesem Vergleich ganz klar: Auslands- und Forschungserfahrungen zu sammeln, der Umweg ist das Forschungsfeld, das auf den jungen Biochemiker in Deutschland wartete. Doch beginnen wir am Anfang.

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Große Träume für eine bessere Zukunft

Wissenschaft und wissenschaftlicher Austausch können den Grundpfeiler für eine friedliche Gesellschaft schaffen. So sieht es auch Dr. Sabreen Hammouda. Die Physikerin lebt in Garching und arbeitet als Postdoktorandin im Rahmen des PGSB-Rückkehrer-Programms am Jülich Centre for Neutron Science, Neutronenmethoden (JCNS-4) . Während eines Doktorstudiums in Deutschland forschte die junge Wissenschaftlerin in Jülich. Nach ihrer Zeit in Garching hat sie die Möglichkeit, nach Palästina zurückzukehren, doch schon jetzt setzt sie sich für die Förderung der palästinensischen Studierenden ein und gestaltet die Forschungslandschaft ihrer Heimat aktiv mit.

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Oder: Einblick in die Kultur, das Leben und natürlich in die Wissenschaft Japans

Bei dem Gedanken an Japan assoziieren viele direkt Kirschbäume in voller Blüte, den schneebedeckten Fuji, leckeres Essen und freundliche Menschen. Doch das hoch technologisierte Land hat viel mehr zu bieten als diese Stereotypen. Beispielsweise zeichnet sich Japan auch durch eine vielfältige Forschungslandschaft und hochkarätige Wissenschaftler:innen aus. Felix Cüppers hat die Möglichkeit, die Wissenschaftslandschaft Japans während seines Stipendiums kennenzulernen. Er ist Doktorand am JARA-Institut Energy-efficient information technology (Peter-Grünberg Institut, PGI-10) und verbringt insgesamt sechs Monate am Tokyo Institute of Technology.

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Die in diesem Post beschriebenen Daten wurden im Rahmen des Diversity & Inclusion Projekts „Entwicklung und Implementierung einer D&I Strategie für das FZJ“ erhoben.

Im letzten Post sind wir die auf die qualitative Erhebung mittels halbstrukturierter Interviews eingegangen. Neben den persönlichen Erfahrungen der Angehörigen marginalisierter Gruppen, stand natürlich auch eine eingehende Betrachtung des FZJ und seiner Fähigkeiten, Diversity- und Inclusion-Perspektiven in alle seine Hauptfunktionen zu integrieren, im Fokus. Daher möchten wir heute über einen weiteren wichtigen Baustein innerhalb der Initiierungsphase des Projekts eingehen: das D&I Audit.

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Die in diesem Post beschriebenen Daten wurden im Rahmen des Diversity & Inclusion Projekts „Entwicklung und Implementierung einer D&I Strategie für das FZJ“ erhoben.

Nachdem das Diversity & Inclusion Projekt im August 2020 grünes Licht durch den Vorstand bekommen hatte, wurde im Januar 2021 in der ersten Sitzung des Lenkungsausschusses als erstes Ziel eine umfassende Sachstandserhebung festgelegt.
Um ein ausführliches Bild der aktuellen D&I Fähigkeiten des FZJ zu erhalten, wurden verschiedene Methoden gewählt. So wurde beispielsweise eine Mitarbeitendenumfrage durchgeführt, um quantitative Aussagen zu Erfahrungen und Sichtweisen zum Arbeitsumfeld Forschungszentrum erhalten. Ein weiterer Ansatz, auf den wir heute näher eingehen möchten, ist die qualitative Methode mittels halbstrukturierter Interviews. Besonderes Augenmerk lag hierbei auf der Perspektive von Mitarbeitenden, die einer marginalisierten Gruppe angehören und ihre Erfahrungen zu In- und Exklusion am FZJ. Eine Frage, auf die wir uns durch diese Interviews Antworten erhofften war: „Wie erleben unterrepräsentierte und Minderheiten angehörende Mitarbeitende ihr Arbeitsleben am FZJ?“

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Als Spezialistin für Diversity und Inclusion (D&I) spreche ich gerne darüber, warum sich Organisationen für Diversity, Equity und Inclusion einsetzen sollten. Ich stecke mein ganzes Herz und meine ganze Energie in meine Arbeit und die Menschen in meinem Umfeld wissen wahrscheinlich, wie leidenschaftlich ich Forschungs- und Bildungseinrichtungen dabei helfe, ein inklusiveres und gerechteres Umfeld für Studierende, Mitarbeitende und die Gesellschaft im Allgemeinen zu schaffen. Dennoch machte mich ein Freund einmal darauf aufmerksam, dass ich im beruflichen Kontext vielleicht etwas zynisch rüberkomme. Ich würde das eher als Pragmatismus bezeichnen… Es stimmt jedoch, dass ich, wenn ich über Diversity und Inclusion spreche, dazu neige, mich eher auf den Business Case als auf moralische Argumente zu konzentrieren. Wenn ich dies dennoch tue, dann nur, weil ich denke, dass sie effektiver sind, wenn ich mich an ein breites und zusammengesetztes Publikum mit einer Vielzahl von Meinungen und politischen Neigungen wende.

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Südkorea ist ein höchst innovatives Land. Aktuell zählt es zu den größten Wirtschaftsnationen dieser Welt. Dabei hat Entwicklung und Innovation bereits eine lange Geschichte in dem asiatischen Staat. Ob die Herstellung von Seide und Töpfereiprodukten oder der Buchdruck, Südkorea befand sich an der Spitze von Handwerk und Hochtechnologie und war so manch anderem Land weit voraus. Der Ehrgeiz und Wille zur Weiterentwicklung zeigt sich heute vor allem in den wissenschaftlichen und technischen Errungenschaften.

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Hollywood hat auf die Frage, was gute Wissenschaft ausmacht, eine klare Antwort: Es handelt sich um das wissenschaftliche Arbeiten eines smarten Forschers und einer smarten Forscherin, die gemeinsam im letzten Moment durch einen schlauen Einfall die Welt oder die Menschheit retten. action- und spannungsgeladen forscht das Team unter Hochdruck an der Entwicklung der rettenden Lösung. Frei nach einem deutschen Kinderlied, kann sich Wissenschaft aber auch mit scheinbar trivialeren Dingen auseinandersetzen: „Die Wissenschaft hat festgestellt, festgestellt, festgestellt, dass Marmelade Fett enthält, Fett enthält…“. Doch wer hat denn nun recht? Ist Wissenschaft nur wertvoll, wenn mit einem großen Knall riesige Herausforderungen gestemmt werden oder ist die Lösung von Alltagsaufgaben ebenso wichtig?

Beides stimmt! Wissenschaft und Forschung, die sich sowohl um die großen Probleme der Menschen (natürlich ohne den großen Hollywood-Action-Teil) als auch um die kleinen Themen des alltäglichen Lebens kümmern, sind wertvoll. Doch gute Wissenschaft beinhaltet noch viele weitere Komponenten.

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