Unter dem Motto „JuDocs – Karriere made in Jülich“ haben wir am Wochenende unseren Doktoranden ihre Urkunden verliehen und sie feierlich verabschiedet. Geehrt wurden Absolventen, die in den vergangenen zwölf Monaten ihre Dissertation abgegeben haben.

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Insgesamt wurden 358 Doktorandinnen und 608 Doktoranden im Jahr 2016 im Forschungszentrum betreut. 393 von ihnen kamen aus dem Ausland – aus 59 Nationen. 26 von ihnen feierten ihren Abschluss mit uns im Jülicher Seecasino.

Hier sind noch einmal die Tweets vom Event…


Exzellente Abschlussarbeiten

Wie auch im vergangenen Jahr verliehen wir drei Absolventen den Jülicher Exzellenzpreis. Die Auszeichnung wird seit 2009 vergeben und ehrt besonders herausragende Dissertationen.

 

Dr. Félix Urbain

Wasserstoff als umweltfreundlicher Energieträger könnte in Zukunft Erdöl und Erdgas ersetzen. Dr. Félix Urbain entwickelte am Jülicher Institut für Photovoltaik zusammen mit anderen Wissenschaftlern eine Mehrfachstapelsolarzelle aus Silizium, die Wasserstoff nach dem Prinzip der „künstlichen Photosynthese“ direkt mit Sonnenlicht erzeugt – und die sich vergleichsweise kostengünstig produzieren lässt. Mit einem Rekord-Gesamtwirkungsgrad von 9,5 Prozent konnte außerdem die Effizienz entsprechender Module auf Silizium-Basis deutlich gesteigert werden. Inzwischen forscht der Physiker am Instituto de Investigación en Energía de Cataluña (IREC) in Barcelona.

Laudatio: Dr. Friedhelm Finger (Youtube)

 

Dr. Christoph Bäumer

Der Physiker hat mit seiner Forschung am Jülicher Peter Grünberg Institut wesentlich zu einem besseren Verständnis der Prozesse in sogenannten memristiven Speicherbauelementen beigetragen. Diese Speicher gelten als äußerst schnell und energiesparend – und sie sind nichtflüchtig, die Daten bleiben auch noch dann erhalten, wenn der Strom abgeschaltet wird. Mit diesen Eigenschaften könnten sie die Computertechnik in den nächsten Jahren revolutionieren. Dr. Christoph Bäumer gelang es, die Schaltvorgänge im Material der Speicher mithilfe von Elektroden aus Graphen, die nur ein Atom dünn sind, unter dem Photoemissionsmikroskop sichtbar zu machen und genau zu bestimmen.

 

Dr. Catalin Voiniciuc

Auch die industrielle Nutzung von pflanzlichem Zellwandmaterial für nachhaltigen Biokraftstoff könnte die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern. Die Zellwände bestehen aus Cellulose und verschiedenen Polysacchariden. Wie die Pflanze diese Kohlenhydrate synthetisiert, erforschte Dr. Catalin Voiniciuc am Jülicher Institut für Pflanzenwissenschaften am Beispiel der Samenhülle der Acker-Schmalwand (Arabidopsis thaliana). Dabei identifizierte der Biologe Enzyme, die für die Synthese bestimmter Polysaccharide benötigt werden. Am Institut für Pflanzliche Zellbiologie und Biotechnologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf forscht Voiniciuc an weiteren Proteinen, die für den Aufbau der Zellwand benötigt werden.

Marcel Bülow

Über Marcel Bülow

Marcel Bülow postet und antwortet für das Forschungszentrum Jülich in den Social Media. Als Online-Redakteur in der Kommunikationsabteilung betreut er zudem den Bereich Digital Publishing und ist Ansprechpartner für die Jülich Blogs.

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