Claudia Frick leitet den Fachbereich Literaturerwerbung (Schwerpunkt Wissenschaftliches Publizieren) in der Zentralbibliothek des Forschungszentrums Jülich. Im Mai nahm sie als Mentorin bei Jugend hackt in Köln teil. In den Jülich Blogs erzählt sie von dem Hackathon und den Prototypen der Jugendlichen.

von Claudia Frick

Am zweiten Wochenende im Mai fand das vierte Mal Jugend hackt Köln statt. Jugend hackt, das ist ein Hackathon für programmierbegeisterte Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren, die ein ganzes Wochenende gemeinsam Prototypen, Webseiten und Konzepte für ihre Vision einer besseren Gesellschaft entwickeln und umsetzen. Dabei werden sie nicht nur organisatorisch und pädagogisch unterstützt, sondern es stehen ihnen auch ehrenamtliche Mentorinnen und Mentoren bei technischen Fragen und Problemen aller Art zur Seite. Eine von letzteren bin ich und das bereits zum vierten und ganz sicher nicht zum letzten Mal.

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Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron erhält am 10. Mai in Aachen den Karlspreis 2018. Während seines Aufenthalts in der schönen Kaiserstadt – oder Aix-la-Chapelle – wird er auch die RWTH Aachen besuchen. Prof. Olivier Guillon, Direktor am Institut für Klimaforschung sowie RWTH-Professor für Werkstoffsynthese der Energietechnik, ist seit März in der Arbeitsgruppe der RWTH zur Vorbereitung des hohen Besuchs aktiv.
Unser Kollege Hanno Schiffer hat ihn dazu befragt.

Herr Professor Guillon, was bedeutet es für Sie als Franzosen, den französischen Präsidenten zu treffen?
Das ist sehr spannend! Macron ist ein Meister der Kommunikation und strahlt einen starken Optimismus aus. Er bewegt Sachen. Das bringt große Dynamik in die Politik – nicht nur innerhalb von Frankreich, sondern auch in Europa und der Welt. Ich freue mich darauf, ihn einmal persönlich zu erleben.

Portraitbild im Institut mit wissenschaftlicher Anlage im Hintergrund

Prof. Olivier Guillon

Was kommt da ganz konkret auf Sie zu?
An der RWTH ist ein Gespräch zwischen Macron und Studierenden zum Thema Europa geplant – unter anderem zur Entwicklung der europäischen Hochschullandschaft. Seit März bin ich in der Arbeitsgruppe zur Vorbereitung des Besuchs aktiv – das ist bei einem Staatspräsidenten keine ganz leichte Aufgabe.

Wie haben Sie sich auf Macrons Besuch vorbereitet?
Vor allem habe ich mich verstärkt mit den aktuellen Entwicklungen der europäischen Forschungs- und Hochschullandschaft auseinandergesetzt. Zur Vorbereitung habe ich mir auch den spannenden YouTube-Videomitschnitt einer ähnlichen Diskussionsveranstaltung genau angesehen – hier hat Macron während seines USA-Besuchs Ende April zahlreichen Studierenden der George Washington University Rede und Antwort gestanden. Heute (Mittwoch) Nachmittag findet zudem eine Generalprobe mit der Vorbereitungsgruppe an der RWTH statt.

Bringt Macrons Schrittmacherrolle in Europa Ihrer Einschätzung nach auch die europäische Wissenschaft voran?
Was ich mitbekomme, ist, dass sich der Dialog zwischen den Forschungsministerien in Frankreich und Deutschland seit Macrons Amtsantritt spürbar intensiviert. Nun müssen wir abwarten, was sich daraus Konkretes entwickeln wird.

Weitere Informationen zum Karlspreis für Emmanuel Macron

Das Forschungszentrum Jülich trauert um Professor Peter Grünberg. Der Physik-Nobelpreisträger und Wissenschaftler am Forschungszentrum starb in der vergangenen Woche im Alter von 78 Jahren in Jülich.

Portraitfoto von Peter Grünberg.

Peter Grünberg (1939 – 2018)
Copyright: Forschungszentrum Jülich

„Die Nachricht vom Tod von Peter Grünberg macht uns alle im Forschungszentrum Jülich sehr traurig. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie. Mit ihm verlieren wir einen herausragenden Wissenschaftler, der auf dem Gebiet der Festkörperforschung weltweit Maßstäbe gesetzt hat. Ohne Übertreibung kann man sagen: Peter Grünberg und seine Entdeckung des Riesenmagnetowiderstands haben unser aller Leben entscheidend verändert. Ohne ihn wären die modernen Computer und Smartphones so nicht denkbar. Peter Grünberg war nicht nur ein exzellenter Forscher, er war vor allem auch ein allseits geschätzter und beliebter Kollege. Mehr als 45 Jahre hat er dem Forschungszentrum Jülich die Treue gehalten. Peter Grünberg wird uns fehlen. Das Forschungszentrum wird sein Andenken bewahren, nicht zuletzt durch das nach ihm benannte Peter Grünberg Institut“, würdigte Professor Wolfgang Marquardt, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich, den Verstorbenen.

An dieser Stelle möchten wir Ihnen die Möglichkeit geben, Ihre Erinnerungen an Peter Grünberg zu teilen und zu kondolieren.

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Ein Interview mit Dr. Sarah Genon über einen neuen Ansatz zur Untersuchung der Funktionen von Hirnregionen

Sehen heißt nicht verstehen. Mit dieser knappen Formel kann man vielleicht am besten das Problem umschreiben, das viele Forscher in den Neurowissenschaften umtreibt. Als in den 1990er Jahren bildgebende Verfahren wie die funktionelle Magnetresonanztomographie aufkamen, erschien es zunächst nur noch eine Frage der Zeit, bis man versteht, wie wir Sprache verarbeiten, Sätze formen und Erinnerungen im Kurz- und Langzeitgedächtnis abspeichern. Heute fällt die Einschätzung vieler Wissenschaftler deutlich nüchterner aus. Kaum ein Konzept aus der Psychologie, Philosophie oder Soziologie ließ sich bislang eindeutig biologischen Prozessen und Strukturen im Gehirn zuordnen.

Sarah Genon Quelle: privat

Die Neurowissenschaftlerin Dr. Sarah Genon, die am Forschungszentrum Jülich und Uniklinikum Düsseldorf forscht, spricht gar von einem „konzeptuellen Chaos“. Im europäischen Human Brain Project leitet sie das Teilprojekt „Multimodaler Vergleich von Gehirnkarten“. Gemeinsam mit Prof. Simon Eickhoff vom Forschungszentrum Jülich und Universitätsklinikum Düsseldorf schlägt sie einen neuen Ansatz vor, der es ermöglichen könnte, große Datensätze zu erschließen und die Forschung auf lange Sicht ein gutes Stück voranzubringen.

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von Wolfgang Marquardt

In letzter Zeit wird öffentlich immer öfter die Entfremdung der Wissenschaft von der Gesellschaft beklagt. „Die Wissenschaft muss ihren Elfenbeinturm verlassen, sich mehr an den Sorgen, Problemen, Herausforderungen und Zielen der Gesellschaft ausrichten“ – so ähnlich lautet oft die damit verbundene Forderung an die Wissenschaft.

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Gastbeitrag von Sabine Prall, Pressereferentin JARA

Zehn Jahre oder 120 Monate oder 3653 Tage… Zeit kann in unendlich kleine Teile geteilt werden, doch was zählt wirklich? Natürlich wie man die Zeit nutzt! In den vergangenen 1462 Tagen meines Lebens weiß ich zum Beispiel ganz genau, was mich (beruflich) begleitet hat und was ich in diesen vier Jahren getan habe. Seit Oktober 2013 gehört JARA, die Jülich Aachen Research Alliance, zu meinem Berufsleben. Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ist dabei mein Metier. Über JARA gab es gerade am Anfang viel zu lernen. Kein Wunder bei einer so komplexen und zugleich spannenden Kooperation.

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Weltweit, auch in vielen deutschen Städten, werden am 22. April Forscherinnen und Forscher auf die Straße gehen, um darauf aufmerksam zu machen, dass Wissenschaft zur Substanz unserer Demokratie und unserer Gesellschaft gehört. Sie wollen dafür sensibilisieren, dass Wissenschaft ungehinderten internationalen Austausch braucht. Und dass Wissen nur im rationalen und faktenbestimmten Diskurs entstehen kann.

Anlässlich der Aktion hat Prof. Wolfgang Marquardt, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich, nachfolgenden Blogartikel verfasst.

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Alissa Aarts hat im Forschungszentrum zunächst als Werksstudentin angefangen. Seit Januar ist sie nun (im Rahmen einer Elternzeitvertretung) als Mitarbeiterin für die Themen Recruiting und Personalmarketing zuständig. Ihr erster Trip führte sie direkt zur Karrieremesse „European Career Fair 2017“ nach Boston. Hier, in den Jülich Blogs, berichtet sie über diese spannende Erfahrung.

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