Wie gut, dass Hannah Faber Ausbildungsbotschafterin für das Forschungszentrum ist. Denn dafür erhielt die 19-jährige Auszubildende von der Zentralen Berufsausbildung (P-Z) ein Jülich-Shirt, das sie etwa auf Karrieremessen trägt – und in den Herbstferien nun auch für den Tauchurlaub in Ägypten in den Koffer packte. Dort nahm die werdende Kauffrau für Büromanagement ein spektakuläres Unterwasserfoto in 20 Metern Tiefe für die Jülich-Shirt-Galerie auf, die das Forschungszentrum im Intranet anbietet. Faber: „Ich finde es dort immer interessant zu sehen, wo die Kollegen überall hinreisen und welche tolle Ideen sie für ihre Fotos haben!“

Für ihr eigenes Bild angespornt wurde Faber durch das eingereichte Bild eines Kollegen aus dem Institut für Neurowissenschaften und Medizin (INM), in der sie derzeit als Auszubildende arbeitet. „Markus Thoma hatte kurz vorher ein tolles Foto von sich im Jülich-Shirt vor einem isländischen Gletscher eingeschickt. Da wollte ich ebenfalls einen ganz besonderen Ort für ein Bild finden“, so die Kollegin.

Daumen hoch in der Tiefe: Die Auszubildende Hannah Faber ist mit ihrem Jülich-Shirt selbst auf dem Grund des Roten Meeres eine Botschafterin für das Forschungszentrum. Quelle: privat

Leidenschaft Tauchen

Diesen besonderen Ort fand Faber dann in Ägypten am Grunde des Roten Meers: „Bei Hurghada gibt es nicht nur beeindruckende Riffs, sondern auch in einiger Tiefe noch wirklich tolle Sichtbedingungen!“ Die Tauchleidenschaft hat sie übrigens von ihren Eltern, seit 2014 besitzt sie einen eigenen Tauchschein. „Seitdem finden meine Urlaube zu einem großen Teil unterhalb der Wasseroberfläche statt“, sagt Faber mit einem Augenzwinkern. Schon im Dezember geht es für die junge Kollegin erneut mit Taucherbrille und Neoprenanzug nach Ägypten. „Die wunderschöne Unterwasserwelt fasziniert mich einfach“, sagt Faber, die zugleich jeden Tauchgang nutzt, um herumtreibenden Plastikmüll aus dem Wasser zu holen.

Intranet-Galerie

Die Fotogalerie im Intranet des Forschungszentrums Jülich zeigt zahlreiche Kolleginnen und Kollegen auf Reisen in Jülich-Shirt oder Jülich-Pullover. Alle Mitarbeitende, die ein solches T-Shirt oder einen Jülich-Hoodie besitzen, können sich an der Fotoaktion der Unternehmenskommunikation beteiligen und das Bild an intern@fz-juelich.de schicken. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, einzelne Bilder auch hier im Blog des Forschungszentrums zu veröffentlichen. 

Text von Hanno Schiffer

von Viola Middendorf, Career Center & Postdoc Office des Forschungszentrums Jülich

„Für mich ist es immer wieder erfrischend zu sehen, wo Leute nach ihrer Promotion in der Industrie landen und was die neuen Herausforderungen sind, denen man sich außerhalb der Forschung als Chemiker stellen muss.“ So beschreibt es Britta Mayerhöfer, Doktorandin am IEK-11, bei der Unternehmensexkursion zu Evonik nach Marl.

Am 05.09.2019 machten sich rund 30 Nachwuchswissenschaftler/innen aus Jülich auf, um in Marl in einem der größten Chemieparks Deutschlands einen Eindruck davon zu bekommen, wie es ganz konkret aussehen kann, als Forscher bei einem Chemiekonzern zu arbeiten. Die strategische Innovationseinheit Creavis von Evonik stand dabei im Zentrum des Besuches. Organisiert wurde das Ganze vom Career Center & Postdoc Office.

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Der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) zur Vorhersage von Wetter- und Umweltdaten liegt eigentlich nahe. Schließlich spielen die Erhebung und Verarbeitung von Daten in der Meteorologie und Klimaforschung seit jeher eine zentrale Rolle. Dabei hat sich die Präzision der Vorhersagen in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich verbessert. Gestiegene Rechenkapazitäten, verfeinerte Methoden sowie ein stetig erweitertes Messnetz haben dazu geführt, dass die Wettervorhersage mittlerweile deutlich besser ist als ihr Ruf. Eine 5-Tages-Prognose ist heute so genau wie der Wetterbericht für den nächsten Tag vor 50 Jahren.

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Der Strukturwandel im Rheinischen Revier ist eine der zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen – nicht nur für die rheinische Braunkohle-Region, sondern für ganz Nordrhein-Westfalen. Das Forschungszentrum Jülich möchte zur erfolgreichen Gestaltung dieses Wandels einen wichtigen Beitrag leisten.

Was kommt nach der Braunkohle? Wie können die hochwertigen Arbeitsplätze in der Region gehalten und zugleich neue geschaffen werden? Und welche Rolle spielen Wissenschaft und Forschung in diesem Prozess, der die Identität der heutigen Braunkohle-Region rund um Jülich gravierend verändern wird?

Lesen Sie hierzu einen Beitrag von Prof. Wolfgang Marquardt, dem Vorstandsvorsitzenden des Forschungszentrums Jülich.

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Wie stehen die Deutschen zu Wissenschaft und Forschung? Wie stark ist ihr Interesse an wissenschaftlichen Themen, wie ausgeprägt ist ihr Vertrauen in die Arbeit von Forscherinnen und Forschern? Die Antworten auf diese Fragen findet sich im „Wissenschaftsbarometer„, einer jährlichen Umfrage der Initiative „Wissenschaft im Dialog“. 

Hier im Blog „Zweikommazwei“ beziehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Forschungszentrums Position zu den Befunden und Thesen des aktuellen Wissenschaftsbarometers 2018. Im dritten Teil der Serie (abonnierbar als RSS-Feed), nimmt Prof. Katrin Amunts, Medizinerin und Direktorin des „Instituts für Neurowissenschaften und Medizin“, Stellung.

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Wie stehen die Deutschen zu Wissenschaft und Forschung? Wie stark ist ihr Interesse an wissenschaftlichen Themen, wie ausgeprägt ist ihr Vertrauen in die Arbeit von Forscherinnen und Forschern? Die Antworten auf diese Fragen findet sich im „Wissenschaftsbarometer„, einer jährlichen Umfrage der Initiative „Wissenschaft im Dialog“. 

Hier im Blog „Zweikommazwei“ beziehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Forschungszentrums Position zu den Befunden und Thesen des aktuellen Wissenschaftsbarometers 2018. Im zweiten Teil der Serie (abonnierbar als RSS-Feed), nimmt Prof. Dieter Willbold, Strukturbiologe und Leiter des „Institute of Complex Systems – Strukturbiochemie (ICS-6)“, Stellung. 

 

Sind wissenschaftliche Ergebnisse käuflich?

 „Fast 70 % der Befragten sind der Meinung, dass die Wirtschaft einen zu großen Einfluss auf wissenschaftliche Ergebnisse hat. Zugespitzt gefragt: Herr Willbold, sind Ihre Ergebnisse etwa käuflich?“ 

Prof. Dieter Willbold Quelle: FZJ/Sascha Kreklau

Die „Wirtschaft“ hat sicher keinen Einfluss auf Naturgesetze und auf wissenschaftliche Ergebnisse, die auf Ihnen beruhen. Wenn Sir Isaac Newton von „der Wirtschaft“ beauftragt worden wäre, ein Gesetz für die Anziehung von Massen zu entwickeln, wäre er entweder zum gleichen Ergebnis gekommen, wie er es vor Jahrhunderten formuliert hatte. Oder wir hätten – zumindest in dieser Beziehung – niemals wieder von ihm gehört, weil andere Wissenschaftler seine „gekauften“ Ergebnisse umgehend falsifiziert, also widerlegt, hätten. So dauerte es aber mehr als 200 Jahre, bis (bisher) letzte Feinheiten durch Albert Einstein und der von ihm entwickelten allgemeinen Relativitätstheorie in die Gesetze der Massenanziehung eingebracht wurden und diese wieder und wieder bestätigten. 

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Da er selbst Sozialwissenschaftler ist, hat ein Kommentar zum Beitrag „Arbeiten Forscher für sich oder für die Gesellschaft?“ den Autoren Prof. Hans Peter Peters zu einer längeren Antwort über den womöglichen Unterschied der Kommunikation von Naturwissenschaftlern und Geistes-/Sozialwissenschaftlern motiviert. Den ausführlichen Kommentar veröffentlichen wir hier als eigenen Beitrag.

Von Hans Peter Peters

Prof. Hans Peter Peters Quelle: FZJ

Natürlich variieren Talent und Bemühen um verständliche Kommunikation zwischen Wissenschaftlern. Ich kenne Kolleginnen und Kollegen, die ihre Erkenntnisse glasklar und verständlich nicht nur für ein Fachpublikum darstellen können; bei anderen teile ich den im Kommentar geäußerten Eindruck, dass ihre Darstellungen nicht nur kompliziert sind, sondern unnötig kompliziert. Es ist eine interessante Frage, ob es dabei systematische Unterschiede zwischen Naturwissenschaftlern auf der einen und Sozial- und Geisteswissenschaftlern auf der anderen Seite gibt. Der Begriff „Soziologenchinesisch“ ist sprichwörtlich und es lohnt sich zu fragen, was hinter dem verbreiteten Eindruck steht, dass sich Sozial- und Geisteswissenschaftler besonders schwer damit tun, öffentlich verständlich zu kommunizieren.

Meine Anmerkungen fasse ich in drei mir plausibel erscheinende Thesen zusammen, die ich nur ansatzweise empirisch belegen kann und die insofern spekulativ sind. Die beiden ersten Thesen unterstellen die Korrektheit der Behauptung und verweisen auf mögliche Gründe für den Unterschied zwischen Naturwissenschaftlern und Geistes-/Sozialwissenschaftlern; die dritte These besagt, dass die Behauptung womöglich auf einer Fehlwahrnehmung beruht.

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Wie stehen die Deutschen zu Wissenschaft und Forschung? Wie stark ist ihr Interesse an wissenschaftlichen Themen, wie ausgeprägt ist ihr Vertrauen in die Arbeit von Forscherinnen und Forschern? Die Antworten auf diese Fragen findet sich im sog. „Wissenschaftsbarometer“, einer jährlichen Umfrage der Initiative „Wissenschaft im Dialog“. Ende September ist das aktuelle Wissenschaftsbarometer 2018 erschienen, für das wieder mehr als 1000 ausgewählte Personen befragt wurden. 

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Gastbeitrag von Prof. Dirk Pleiter, Arbeitsgruppenleiter am Jülich Supercomputing Centre (JSC) und Professor für Theoretische Physik an der Universität Regensburg.

Prof. Dirk Pleiter Bild: FZJ

Für jemand wie mich, der an der Entwicklung von Spezialprozessoren für Anwendungen im High-Performance Computing (HPC) beteiligt war, ist jede neue Architektur von Prozessoren für Supercomputer faszinierend. Stand heute ist der Markt für Server-Prozessoren, die auch für Supercomputer geeignet sind, von einer einzigen Architektur beherrscht, nämlich der x86-Architektur, die primär der Anbieter Intel, aber auch AMD vertreiben. Damit Supercomputer in Zukunft noch leistungsfähiger werden, wäre ein Wettbewerb um bessere Lösungen (und günstigere Preise) förderlich. Tatsächlich ist die Situation dabei sich zu ändern. Der neue Pre-Exascale Rechner Summit, der in den USA installiert wurde und aktuell laut der Top500-Liste als leistungsfähigster Rechner der Welt gilt, setzt auf eine Alternative. Er arbeitet mit Prozessoren basierend auf der POWER-Architektur von IBM. In Europa, wo die Europäische Kommission die Entwicklung eines europäischen Server-Prozessors fördern will, verfolgt man aktuell mit der ARM-Architektur noch einen anderen Ansatz.

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