Das Forschungszentrum Jülich trauert um Prof. Astrid Kiendler-Scharr. Die international renommierte Atmosphären- und Klimaforscherin starb am 6. Februar 2023 im Alter von nur 49 Jahren plötzlich und unerwartet. Astrid Kiendler-Scharr war seit 2012 am Forschungszentrum Jülich Direktorin des Instituts für Energie- und Klimaforschung, Troposphäre (IEK-8), und lehrte Experimentalphysik an der Universität zu Köln.

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von Imke Rhoden und Andrew Ross

Die Europäische Union steht vor der Herausforderung, dass der weltweite Ressourcenverbrauch steigt, der Druck auf die Ressourcen stetig zunimmt und die Versorgung mit wichtigen Rohstoffen zunehmend unsicherer wird. Gepaart mit dem Ziel, bis 2050 der erste klimaneutrale Kontinent der Welt zu werden, besteht die dringende Notwendigkeit, das Wirtschaftswachstum von der Ressourcennutzung zu entkoppeln und einen raschen Übergang zu Kreislauflösungen zu gewährleisten.

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Am Samstagabend, 15. Januar, kurz nach 20:00 Uhr, registrierte der Mikrobarograph an der Jülicher Wetterstation des Forschungszentrums einen plötzlichen Luftdruckanstieg. Innerhalb von 20 Minuten stieg der Luftdruck von 1014 Hektopascal auf 1014,7 Hektopascal an. Anschließend fiel der Druck innerhalb weniger Minuten um 2,3 Hektopascal ab.

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Young Helmholtz researchers solve scientific data challenges and start filling the pandemic communication vacuum

By Stefan Kesselheim

For all participants, the Helmholtz Herbst Hackathon was a relief. After months of pandemic self-isolation, young scientists were absorbed in the unique atmosphere of the Helmholtz Herbst Hackathon, a cooperation project within the Helmholtz Association of German Research Centers. “We wanted to create an event that truly stands out after the depressing pandemic time. We wanted to get young scientists engaged in Machine Learning and let them get in touch again.“ says Daniela Henkel (Digital Earth, GEOMAR). From September 8 to 12, in a hotel near Cologne, 46 young researchers from different research areas and different Helmholtz research programs worked together to solve scientific data challenges.

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Das Forschungszentrum Jülich trauert um Professor Harald Bolt. Er starb in dieser Woche nach schwerer Krankheit im Alter von 60 Jahren. Harald Bolt war seit 2008 Mitglied des Vorstands und führte den wissenschaftlichen Geschäftsbereich, zu dem die Energie- und Klimaforschung, das Zentralinstitut für Engineering, Elektronik und Analytik und bis vor kurzem auch die Bio- und Geowissenschaften gehörten.

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Die Arbeit in der Wissenschaft ist abwechslungsreich, herausfordernd und international – das erleben nicht nur Forschende in ihrem Arbeitsalltag, sondern auch Mitarbeiter*innen aus anderen Bereichen. So auch unsere Kolleginnen Marthe Klotz und Doris Vorloeper-Heinz, die beide als Juristinnen am Forschungszentrum tätig sind und im Interview davon berichten, warum sie sich für eine Tätigkeit in der Wissenschaft entschieden haben und was ihre Arbeit so spannend macht. Außerdem geben sie Tipps für all diejenigen, die sich als Jurist*in ebenfalls für die Wissenschaft interessieren. Ein Interview von Alissa Aarts.

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von Torsten Bronger

Eine neue Ära beginnt in der Wissenschaft. Bislang gab es drei grundlegende Methoden: Die Theorie, die bereits im Altertum betrieben wurde. Das Experiment, das spätestens seit Galilei etabliert ist. Und schließlich die Simulation, deren Siegeszug parallel zu dem der Computer stattfand.

Seit einigen Jahren schickt sich eine vierte Methode an, die Wissenschaft zu revolutionieren: Die Datenwissenschaft. Ergebnisse der drei anderen Methoden werden hier mittels Algorithmen verknüpft, um neue Erkenntnisse zu gewinnen. Wir stehen hier noch am Anfang und loten die Möglichkeiten aus, aber schon jetzt ist absehbar, dass viele wesentliche Innovationen über Datenwissenschaft entstehen werden.

Im Kern ist dabei jeder Forscher auch Datenwissenschaftler, wenn Rohdaten aus Experimenten oder Simulationen ausgewertet werden. Allerdings erweitert sich diese Tätigkeit rapide sowohl quantitativ (es findet eine Explosion der Datenmengen statt) als auch qualitativ (es werden global verteilte Datenquellen herangezogen und grundlegend neue Analysetechniken erforscht).

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Dr. Stephan Binder promovierte am Forschungszentrum Jülich im Jahr 2013. Schon während der Promotion am Institut für Bio- und Geowissenschaften – Biotechnologie (IBG-1) beschäftigte er sich mit der Fragestellung, wie er die Ergebnisse seiner wissenschaftlichen Arbeit anwendungsorientiert weiterverfolgen kann. Mittlerweile baut er mit seinem Kollegen Dr. Georg Schaumann das StartUp SenseUp auf, das bereits 2015 aus dem Forschungszentrum Jülich ausgründete. In folgenden Interview berichtet Stephan Binder über den Weg bis hierher, die Herausforderungen und gibt Einblick in die Zukunftspläne des jungen Unternehmens.

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Das Forschungszentrum Jülich hat eine eigene Feuerwehr. Die rund 100 Kolleginnen und Kollegen der haupt- und nebenberuflichen Werkfeuerwehr übernehmen in erster Linie die Aufgaben, wie man sie auch von kommunalen Feuerwehren kennt. Neben der Brandbekämpfung sind sie zum Beispiel auch für die betriebliche Erste Hilfe zuständig.

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von Prof. Katrin Amunts / english version below / elektronisches Kondolenzbuch 

Am 26. April 2020 verstarb unser lieber Freund und hochgeschätzter Kollege, Professor Emeritus Karl Zilles, nach langer und schwerer Krankheit. Karl Zilles war über viele Jahre Direktor des Instituts für Medizin, später des Instituts für Neurowissenschaften und Biophysik und zuletzt des Instituts für Neurowissenschaften und Medizin am Forschungszentrum Jülich. Er leitete lange das C. und O. Vogt Institut für Hirnforschung der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und war damit der zweite Institutsleiter nach den beiden Namensgebern, deren große Tradition er zu neuem Leben erweckte.

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Sabrina Schwarz, Claudia Frick und Zoë Hester begleiteten am vergangenen Wochenende ein ganz besonderes Event auf dem Jülicher Campus: Jugend hackt – Mädchen vernetzen. Damit war das Programm Jugend hackt erstmals zu Gast im Forschungszentrum. Claudia Frick, die schon oft bei Jugend hackt als Mentorin dabei war, schlug das Forschungszentrum als neue Location vor und fand mit Sabrina Schwarz und dem Büro für Chancengleichheit eine Koordinatorin für das Projekt. 

von Claudia Frick und Sabrina Schwarz

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Daumen hoch in der Tiefe: Die Auszubildende Hannah Faber ist mit ihrem Jülich-Shirt selbst auf dem Grund des Roten Meeres eine Botschafterin für das Forschungszentrum. Quelle: privat

Wie gut, dass Hannah Faber Ausbildungsbotschafterin für das Forschungszentrum ist. Denn dafür erhielt die 19-jährige Auszubildende von der Zentralen Berufsausbildung (P-Z) ein Jülich-Shirt, das sie etwa auf Karrieremessen trägt – und in den Herbstferien nun auch für den Tauchurlaub in Ägypten in den Koffer packte. Dort nahm die werdende Kauffrau für Büromanagement ein spektakuläres Unterwasserfoto in 20 Metern Tiefe für die Jülich-Shirt-Galerie auf, die das Forschungszentrum im Intranet anbietet. Faber: „Ich finde es dort immer interessant zu sehen, wo die Kollegen überall hinreisen und welche tolle Ideen sie für ihre Fotos haben!“

 

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von Viola Middendorf, Career Center & Postdoc Office des Forschungszentrums Jülich

„Für mich ist es immer wieder erfrischend zu sehen, wo Leute nach ihrer Promotion in der Industrie landen und was die neuen Herausforderungen sind, denen man sich außerhalb der Forschung als Chemiker stellen muss.“ So beschreibt es Britta Mayerhöfer, Doktorandin am IEK-11, bei der Unternehmensexkursion zu Evonik nach Marl.

Am 05.09.2019 machten sich rund 30 Nachwuchswissenschaftler/innen aus Jülich auf, um in Marl in einem der größten Chemieparks Deutschlands einen Eindruck davon zu bekommen, wie es ganz konkret aussehen kann, als Forscher bei einem Chemiekonzern zu arbeiten. Die strategische Innovationseinheit Creavis von Evonik stand dabei im Zentrum des Besuches. Organisiert wurde das Ganze vom Career Center & Postdoc Office.

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Der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) zur Vorhersage von Wetter- und Umweltdaten liegt eigentlich nahe. Schließlich spielen die Erhebung und Verarbeitung von Daten in der Meteorologie und Klimaforschung seit jeher eine zentrale Rolle. Dabei hat sich die Präzision der Vorhersagen in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich verbessert. Gestiegene Rechenkapazitäten, verfeinerte Methoden sowie ein stetig erweitertes Messnetz haben dazu geführt, dass die Wettervorhersage mittlerweile deutlich besser ist als ihr Ruf. Eine 5-Tages-Prognose ist heute so genau wie der Wetterbericht für den nächsten Tag vor 50 Jahren.

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Der Strukturwandel im Rheinischen Revier ist eine der zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen – nicht nur für die rheinische Braunkohle-Region, sondern für ganz Nordrhein-Westfalen. Das Forschungszentrum Jülich möchte zur erfolgreichen Gestaltung dieses Wandels einen wichtigen Beitrag leisten.

Was kommt nach der Braunkohle? Wie können die hochwertigen Arbeitsplätze in der Region gehalten und zugleich neue geschaffen werden? Und welche Rolle spielen Wissenschaft und Forschung in diesem Prozess, der die Identität der heutigen Braunkohle-Region rund um Jülich gravierend verändern wird?

Lesen Sie hierzu einen Beitrag von Prof. Wolfgang Marquardt, dem Vorstandsvorsitzenden des Forschungszentrums Jülich.

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Wie stehen die Deutschen zu Wissenschaft und Forschung? Wie stark ist ihr Interesse an wissenschaftlichen Themen, wie ausgeprägt ist ihr Vertrauen in die Arbeit von Forscherinnen und Forschern? Die Antworten auf diese Fragen findet sich im „Wissenschaftsbarometer„, einer jährlichen Umfrage der Initiative „Wissenschaft im Dialog“. 

Hier im Blog „Zweikommazwei“ beziehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Forschungszentrums Position zu den Befunden und Thesen des aktuellen Wissenschaftsbarometers 2018. Im dritten Teil der Serie (abonnierbar als RSS-Feed), nimmt Prof. Katrin Amunts, Medizinerin und Direktorin des „Instituts für Neurowissenschaften und Medizin“, Stellung.

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Wie stehen die Deutschen zu Wissenschaft und Forschung? Wie stark ist ihr Interesse an wissenschaftlichen Themen, wie ausgeprägt ist ihr Vertrauen in die Arbeit von Forscherinnen und Forschern? Die Antworten auf diese Fragen findet sich im „Wissenschaftsbarometer„, einer jährlichen Umfrage der Initiative „Wissenschaft im Dialog“. 

Hier im Blog „Zweikommazwei“ beziehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Forschungszentrums Position zu den Befunden und Thesen des aktuellen Wissenschaftsbarometers 2018. Im zweiten Teil der Serie (abonnierbar als RSS-Feed), nimmt Prof. Dieter Willbold, Strukturbiologe und Leiter des „Institute of Complex Systems – Strukturbiochemie (ICS-6)“, Stellung. 

 

Sind wissenschaftliche Ergebnisse käuflich?

 „Fast 70 % der Befragten sind der Meinung, dass die Wirtschaft einen zu großen Einfluss auf wissenschaftliche Ergebnisse hat. Zugespitzt gefragt: Herr Willbold, sind Ihre Ergebnisse etwa käuflich?“ 

Prof. Dieter Willbold Quelle: FZJ/Sascha Kreklau

Die „Wirtschaft“ hat sicher keinen Einfluss auf Naturgesetze und auf wissenschaftliche Ergebnisse, die auf Ihnen beruhen. Wenn Sir Isaac Newton von „der Wirtschaft“ beauftragt worden wäre, ein Gesetz für die Anziehung von Massen zu entwickeln, wäre er entweder zum gleichen Ergebnis gekommen, wie er es vor Jahrhunderten formuliert hatte. Oder wir hätten – zumindest in dieser Beziehung – niemals wieder von ihm gehört, weil andere Wissenschaftler seine „gekauften“ Ergebnisse umgehend falsifiziert, also widerlegt, hätten. So dauerte es aber mehr als 200 Jahre, bis (bisher) letzte Feinheiten durch Albert Einstein und der von ihm entwickelten allgemeinen Relativitätstheorie in die Gesetze der Massenanziehung eingebracht wurden und diese wieder und wieder bestätigten. 

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Da er selbst Sozialwissenschaftler ist, hat ein Kommentar zum Beitrag „Arbeiten Forscher für sich oder für die Gesellschaft?“ den Autoren Prof. Hans Peter Peters zu einer längeren Antwort über den womöglichen Unterschied der Kommunikation von Naturwissenschaftlern und Geistes-/Sozialwissenschaftlern motiviert. Den ausführlichen Kommentar veröffentlichen wir hier als eigenen Beitrag.

Von Hans Peter Peters

Prof. Hans Peter Peters Quelle: FZJ

Natürlich variieren Talent und Bemühen um verständliche Kommunikation zwischen Wissenschaftlern. Ich kenne Kolleginnen und Kollegen, die ihre Erkenntnisse glasklar und verständlich nicht nur für ein Fachpublikum darstellen können; bei anderen teile ich den im Kommentar geäußerten Eindruck, dass ihre Darstellungen nicht nur kompliziert sind, sondern unnötig kompliziert. Es ist eine interessante Frage, ob es dabei systematische Unterschiede zwischen Naturwissenschaftlern auf der einen und Sozial- und Geisteswissenschaftlern auf der anderen Seite gibt. Der Begriff „Soziologenchinesisch“ ist sprichwörtlich und es lohnt sich zu fragen, was hinter dem verbreiteten Eindruck steht, dass sich Sozial- und Geisteswissenschaftler besonders schwer damit tun, öffentlich verständlich zu kommunizieren.

Meine Anmerkungen fasse ich in drei mir plausibel erscheinende Thesen zusammen, die ich nur ansatzweise empirisch belegen kann und die insofern spekulativ sind. Die beiden ersten Thesen unterstellen die Korrektheit der Behauptung und verweisen auf mögliche Gründe für den Unterschied zwischen Naturwissenschaftlern und Geistes-/Sozialwissenschaftlern; die dritte These besagt, dass die Behauptung womöglich auf einer Fehlwahrnehmung beruht.

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Wie stehen die Deutschen zu Wissenschaft und Forschung? Wie stark ist ihr Interesse an wissenschaftlichen Themen, wie ausgeprägt ist ihr Vertrauen in die Arbeit von Forscherinnen und Forschern? Die Antworten auf diese Fragen findet sich im sog. „Wissenschaftsbarometer“, einer jährlichen Umfrage der Initiative „Wissenschaft im Dialog“. Ende September ist das aktuelle Wissenschaftsbarometer 2018 erschienen, für das wieder mehr als 1000 ausgewählte Personen befragt wurden. 

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Gastbeitrag von Prof. Dirk Pleiter, Arbeitsgruppenleiter am Jülich Supercomputing Centre (JSC) und Professor für Theoretische Physik an der Universität Regensburg.

Prof. Dirk Pleiter Bild: FZJ

Für jemand wie mich, der an der Entwicklung von Spezialprozessoren für Anwendungen im High-Performance Computing (HPC) beteiligt war, ist jede neue Architektur von Prozessoren für Supercomputer faszinierend. Stand heute ist der Markt für Server-Prozessoren, die auch für Supercomputer geeignet sind, von einer einzigen Architektur beherrscht, nämlich der x86-Architektur, die primär der Anbieter Intel, aber auch AMD vertreiben. Damit Supercomputer in Zukunft noch leistungsfähiger werden, wäre ein Wettbewerb um bessere Lösungen (und günstigere Preise) förderlich. Tatsächlich ist die Situation dabei sich zu ändern. Der neue Pre-Exascale Rechner Summit, der in den USA installiert wurde und aktuell laut der Top500-Liste als leistungsfähigster Rechner der Welt gilt, setzt auf eine Alternative. Er arbeitet mit Prozessoren basierend auf der POWER-Architektur von IBM. In Europa, wo die Europäische Kommission die Entwicklung eines europäischen Server-Prozessors fördern will, verfolgt man aktuell mit der ARM-Architektur noch einen anderen Ansatz.

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Claudia Frick leitet den Fachbereich Literaturerwerbung (Schwerpunkt Wissenschaftliches Publizieren) in der Zentralbibliothek des Forschungszentrums Jülich. Im Mai nahm sie als Mentorin bei Jugend hackt in Köln teil. In den Jülich Blogs erzählt sie von dem Hackathon und den Prototypen der Jugendlichen.

von Claudia Frick

Am zweiten Wochenende im Mai fand das vierte Mal Jugend hackt Köln statt. Jugend hackt, das ist ein Hackathon für programmierbegeisterte Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren, die ein ganzes Wochenende gemeinsam Prototypen, Webseiten und Konzepte für ihre Vision einer besseren Gesellschaft entwickeln und umsetzen. Dabei werden sie nicht nur organisatorisch und pädagogisch unterstützt, sondern es stehen ihnen auch ehrenamtliche Mentorinnen und Mentoren bei technischen Fragen und Problemen aller Art zur Seite. Eine von letzteren bin ich und das bereits zum vierten und ganz sicher nicht zum letzten Mal.

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Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron erhält am 10. Mai in Aachen den Karlspreis 2018. Während seines Aufenthalts in der schönen Kaiserstadt – oder Aix-la-Chapelle – wird er auch die RWTH Aachen besuchen. Prof. Olivier Guillon, Direktor am Institut für Klimaforschung sowie RWTH-Professor für Werkstoffsynthese der Energietechnik, ist seit März in der Arbeitsgruppe der RWTH zur Vorbereitung des hohen Besuchs aktiv.
Unser Kollege Hanno Schiffer hat ihn dazu befragt.

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Das Forschungszentrum Jülich trauert um Professor Peter Grünberg. Der Physik-Nobelpreisträger und Wissenschaftler am Forschungszentrum starb in der vergangenen Woche im Alter von 78 Jahren in Jülich.

Portraitfoto von Peter Grünberg.

Peter Grünberg (1939 – 2018)
Copyright: Forschungszentrum Jülich

„Die Nachricht vom Tod von Peter Grünberg macht uns alle im Forschungszentrum Jülich sehr traurig. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie. Mit ihm verlieren wir einen herausragenden Wissenschaftler, der auf dem Gebiet der Festkörperforschung weltweit Maßstäbe gesetzt hat. Ohne Übertreibung kann man sagen: Peter Grünberg und seine Entdeckung des Riesenmagnetowiderstands haben unser aller Leben entscheidend verändert. Ohne ihn wären die modernen Computer und Smartphones so nicht denkbar. Peter Grünberg war nicht nur ein exzellenter Forscher, er war vor allem auch ein allseits geschätzter und beliebter Kollege. Mehr als 45 Jahre hat er dem Forschungszentrum Jülich die Treue gehalten. Peter Grünberg wird uns fehlen. Das Forschungszentrum wird sein Andenken bewahren, nicht zuletzt durch das nach ihm benannte Peter Grünberg Institut“, würdigte Professor Wolfgang Marquardt, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich, den Verstorbenen.

An dieser Stelle möchten wir Ihnen die Möglichkeit geben, Ihre Erinnerungen an Peter Grünberg zu teilen und zu kondolieren.

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von Jens Jäger

Wissenschaft braucht Freiheit. Diese mühsam errungene Freiheit droht jedoch an vielen Orten unter die Räder zu kommen: Zu oft werden Forscherinnen und Forscher bei ihrer Arbeit behindert, sie werden bedroht, weil sie Wahrheiten aussprechen, die den „alternativen Fakten“ der Regierenden widersprechen, ihre Institute werden geschlossen, manchen wird sogar körperliches Leid angetan. Die Ergebnisse ihrer Wissenschaft – oft mühsam recherchiert, tadellos dokumentiert und zweifelsfrei nachprüfbar – werden zerstört, ignoriert oder diskreditiert.

Auch bei uns gibt es Grund zur Sorge: Politische Akteure leugnen den Klimawandel, Empfehlungen der Geschlechterforschung werden als „Wahn“ abgetan, die Diskussionen über gentechnisch veränderte Lebensmittel und Schadstoffe aus Dieselmotoren werden mit hysterischem Kreischen statt analytischem Denken geführt.

Natürlich müssen nicht immer alle einer Meinung sein: Gesellschaftliche und politische Entscheidungen basieren auf dem Abwägen von Alternativen. Wenn eine Seite des Streits den Argumenten der anderen allerdings von vornherein jegliche Legitimität abspricht, kann keine gute Diskussion entstehen. Die Ergebnisse sind entsprechend.

Wir brauchen eine Diskussionskultur, in der Argumente auf nachprüfbaren Fakten basieren. Die Wissenschaft kann in vielen Fällen diese Fakten liefern – wenn sie nicht durch restriktive Regierungen daran gehindert wird oder schieres Misstrauen seitens der Bevölkerung diese Wirkung blockiert.

Das Thema ist leider in diesem Jahr noch genauso aktuell wie 2017, als zum ersten Mal weltweit hunderttausende Menschen auf die Straßen gingen, um für die Freiheit der Wissenschaft und ihre Bedeutung für gesellschaftliche Debatten zu demonstrieren. Anlass für den March for Science 2017 war die Wahl des neuen amerikanischen Präsidenten, der auf rabiate Weise die Grundlagen für eine freie Wissenschaft bedrohte. Der weltweite March for Science ist jedoch keine Demonstration gegen jemanden, sondern für etwas: für eine Gesellschaft, in der Entscheidungen auf der Basis von fundierten Argumenten getroffen werden.

March for Sciencxe April 14, 2018

Quelle: March for Science (https://marchforscience.de/presse-info/)

Im Jahr 2018 gehen wir dafür in Köln auf die Straße: Das Organisationsteam, zu dem ich gehöre, wird gemeinsam mit allen Teilnehmenden ab 11 Uhr von der Domplatte durch die Innenstadt zum Rudolfplatz marschieren. Ab 12 Uhr werden dort einige Menschen über die Bedeutung der Freiheit der Wissenschaft aus ihrer Sicht sprechen. Julitta Münch moderiert, wenn neben der nordrhein-westfälischen Ministerin für Kultur und Wissenschaft Studierende der Unis Köln und Düsseldorf und die Leiterin des Zentrums für LehrerInnen-Bildung die Freiheit der Lehre beleuchten. Die Prorektorin der Universität zu Köln und der Generalsekretär der Alexander von Humboldt-Stiftung sprechen über die Bedeutung der Wissenschaft in Köln und im internationalen Kontext. Der ESA-Astronaut Reinhold Ewald, der ehemalige Jülicher Physiker Ranga Yogeshwar und der Kriminalbiologe Mark Benecke stellen ihre Sicht auf die Folgen des Missbrauchs der Wissenschaft dar. Der Philosoph Thomas Grundmann und der Science-Slammer und -Blogger Reinhard Remfort werden uns Hinweise darauf geben, was jeder einzelne von uns tun kann, um die Freiheit der Wissenschaft und ihre Bedeutung in der Gesellschaft zu vergrößern.

Ich engagiere mich beim March for Science, weil ich nicht hinnehme, dass wissenschaftliche Erkenntnisse an Bedeutung verlieren, bloß weil sie schwerer verdaulich sind als die Parolen der Vereinfacher und der Ewiggestrigen. Ich hoffe, dass der March for Science in Köln, in Deutschland und im Rest der Welt die Begeisterung und die Wertschätzung für die Wissenschaft und ihre Wirkung erhält und vergrößert – und uns allen zeigt, was wir dafür tun können. Denn Freiheit entsteht nicht von selbst.

Science March 2017: Beitrag von Prof. Marquardt

 English version

Ein Interview mit Dr. Sarah Genon über einen neuen Ansatz zur Untersuchung der Funktionen von Hirnregionen

Sehen heißt nicht verstehen. Mit dieser knappen Formel kann man vielleicht am besten das Problem umschreiben, das viele Forscher in den Neurowissenschaften umtreibt. Als in den 1990er Jahren bildgebende Verfahren wie die funktionelle Magnetresonanztomographie aufkamen, erschien es zunächst nur noch eine Frage der Zeit, bis man versteht, wie wir Sprache verarbeiten, Sätze formen und Erinnerungen im Kurz- und Langzeitgedächtnis abspeichern. Heute fällt die Einschätzung vieler Wissenschaftler deutlich nüchterner aus. Kaum ein Konzept aus der Psychologie, Philosophie oder Soziologie ließ sich bislang eindeutig biologischen Prozessen und Strukturen im Gehirn zuordnen.

Sarah Genon Quelle: privat

Die Neurowissenschaftlerin Dr. Sarah Genon, die am Forschungszentrum Jülich und Uniklinikum Düsseldorf forscht, spricht gar von einem „konzeptuellen Chaos“. Im europäischen Human Brain Project leitet sie das Teilprojekt „Multimodaler Vergleich von Gehirnkarten“. Gemeinsam mit Prof. Simon Eickhoff vom Forschungszentrum Jülich und Universitätsklinikum Düsseldorf schlägt sie einen neuen Ansatz vor, der es ermöglichen könnte, große Datensätze zu erschließen und die Forschung auf lange Sicht ein gutes Stück voranzubringen.

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von Dirk Tunger

Immer häufiger werden Forschungsergebnisse nicht mehr nur innerhalb der Fachcommunity in wissenschaftlichen Zeitschriften diskutiert, sondern auch darüber hinaus im Internet und auf Social Media Plattformen. In diesem Zusammenhang habe ich mir die Frage gestellt, ob die Fokussierung auf die klassischen bibliometrischen Indikatoren noch den wahren Impact der Forschungsarbeiten widerspiegelt oder ob es Alternativen gibt.

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Prof. Dr. Christoph Buchal arbeitet am Jülicher Peter Grünberg Institut und ist Vorstandsmitglied im Arbeitskreis Energie der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. Seit 2008 beschäftigt sich Buchal mit der Vermittlung gesellschaftsrelevanter, physikalischer Themen in der Schüler- und Erwachsenenbildung. Neben seiner Vorlesungstätigkeit an der Universität zu Köln hält er Vorträge für die Öffentlichkeit und an Schulen mit den Schwerpunktthemen Klima und Energie. Im Jahr 2014 wurde ihm die Wilhelm und Else Heraeus-Seniorprofessur für seine Verdienste zur Lehrerausbildung und für seine schulbegleitenden Sachbücher verliehen


von Christoph Buchal

Ich war bei einem wundervollen Abendessen mit lauter klugen Ehepaaren. Lecker! Dann konzentrierte sich die Diskussion auf die Energiewende und die allgemeine Harmonie ging in heißen Kontroversen unter – unrettbar verloren, wie ein leckgeschlagenes Schiff in stürmischer See.

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von Wolfgang Marquardt

In letzter Zeit wird öffentlich immer öfter die Entfremdung der Wissenschaft von der Gesellschaft beklagt. „Die Wissenschaft muss ihren Elfenbeinturm verlassen, sich mehr an den Sorgen, Problemen, Herausforderungen und Zielen der Gesellschaft ausrichten“ – so ähnlich lautet oft die damit verbundene Forderung an die Wissenschaft.

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Gastbeitrag von Sabine Prall, Pressereferentin JARA

Zehn Jahre oder 120 Monate oder 3653 Tage… Zeit kann in unendlich kleine Teile geteilt werden, doch was zählt wirklich? Natürlich wie man die Zeit nutzt! In den vergangenen 1462 Tagen meines Lebens weiß ich zum Beispiel ganz genau, was mich (beruflich) begleitet hat und was ich in diesen vier Jahren getan habe. Seit Oktober 2013 gehört JARA, die Jülich Aachen Research Alliance, zu meinem Berufsleben. Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ist dabei mein Metier. Über JARA gab es gerade am Anfang viel zu lernen. Kein Wunder bei einer so komplexen und zugleich spannenden Kooperation.

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Ein Beitrag von Frank Frick

In Bonn wird vom 4. bis zum 11. November die Weltklimakonferenz #COP23 stattfinden, die größte zwischenstaatliche Konferenz, die es in Deutschland je gegeben hat. Nur 56 Kilometer Luftlinie davon entfernt tragen Jülicher Atmosphären- und Agrosphärenforscher dazu bei, dass die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen menschlichen Aktivitäten und dem Klima immer besser verstanden werden. Drei aktuelle Beispiele zeigen, wie Wissenschaftler des Forschungszentrums vorgehen. Sie sind dabei in nationale und internationale Forscher- und Messnetzwerke eingebunden.

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Philipp Winterscheid macht im Forschungszentrum eine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik. Im Oktober 2016 gewann er in seinem Bereich die „WorldSkills Germany“ in Berlin. Bei dem Berufswettbewerb treten alle zwei Jahre Auszubildende, Studierende und junge Fachkräfte in Begleitung ihrer Ausbilder und Lehrer zum deutschlandweiten Wettbewerb an. Durch seinen Sieg qualifizierte sich Winderscheid zunächst für die europäische Ausscheidungsrunde und schließlich für die „WorldSkills“-Weltmeisterschaft, die derzeit in Abu Dhabi stattfindet. Hier im Blog berichtet er, wie in Berlin alles begann.

Um neben dem regulären Ausbildungsbetrieb zum Elektroniker für Betriebstechnik etwas Wettkampfatmosphäre zu schnuppern, hatten sich mein Kollege Tim Becker und ich für „WorldSkills Germany“ in Berlin angemeldet. Während ich in Berlin im Bereich Anlagenelektronik teilnahm, stellte sich Tim in der Installationstechnik der Konkurrenz.

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Gastbeitrag von Ulrich Ivens, Leiter der Jülicher Berufsausbildung.

Insgesamt 42 Auszubildende und junge Fachkräfte aus Deutschland haben es geschafft: Sie treten ab Sonntag bei der Berufsweltmeisterschaft WorldSkills in Abu Dhabi an. Monatelang haben sie sich vorbereitet – jetzt kommt es darauf an, punktgenau das Beste zu geben. Mit dabei ist auch Philipp Winterscheid aus unserem Forschungszentrum.

Es ist diese Mischung aus Anspannung und Vorfreude. Es ist diese Atmosphäre in der großen Halle, der Gegensatz zwischen der Geräuschkulisse von vielen tausend Menschen und der eigenen Konzentration, der Fokus auf die Aufgabe. Es ist der Wille, es zu schaffen und die geforderten Aufgaben zu bewältigen. Vor allem aber ist es der Ehrgeiz, der Philipp Winterscheid immer wieder antreibt – der Ehrgeiz, wieder einen Wettbewerb zu gewinnen.

Der 19-Jährige ist Auszubildender im dritten Ausbildungsjahr zum Elektroniker für Betriebstechnik bei uns am Forschungszentrum Jülich. Sein Ausbilder hat ihn vor einiger Zeit gefragt, ob er sich vorstellen könne, an Berufswettbewerben teilzunehmen. Natürlich hat Philipp ja gesagt. Er wollte sich der Herausforderung stellen. Dann folgte eine steile „Karriere“: Im Herbst 2016 wurde er schon Deutscher Meister im Bereich Anlagenelektrik, jetzt tritt er bei der Weltmeisterschaft WorldSkills in Abu Dhabi gegen die Besten der Welt an. Man muss sich schon sehr gut vorbereiten. Es reicht nicht aus, einfach die Kenntnisse aus der Berufsschule und praktischen Ausbildung mitzubringen – bei solchen Wettbewerben wird viel mehr verlangt. Das Niveau ist knackig und die Konkurrenz hat genauso hart trainiert wie Philipp.

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Jun.-Prof. Dr. Gunnar Schröder war von 2009 bis 2015 Leiter der Jülicher Nachwuchsgruppe „Computational Structural Biology“ und forscht zurzeit am „Institute of Complex Systems – Strukturbiochemie“ des Forschungszentrums Jülich. Kristin Mosch hat mit ihm über seine Zeit als Nachwuchsgruppenleiter gesprochen.

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Weltweit, auch in vielen deutschen Städten, werden am 22. April Forscherinnen und Forscher auf die Straße gehen, um darauf aufmerksam zu machen, dass Wissenschaft zur Substanz unserer Demokratie und unserer Gesellschaft gehört. Sie wollen dafür sensibilisieren, dass Wissenschaft ungehinderten internationalen Austausch braucht. Und dass Wissen nur im rationalen und faktenbestimmten Diskurs entstehen kann.

Anlässlich der Aktion hat Prof. Wolfgang Marquardt, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich, nachfolgenden Blogartikel verfasst.

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Die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Norwegen und Deutschland zu unterstützen ist Ziel des E.ON-Stipendienfonds. Gefördert werden junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen – Studierende, Doktoranden und Postdocs – beider Länder, die in der Energieforschung oder angrenzenden Disziplinen tätig sind. Erfolg mit ihrer Bewerbung hatte auch Yulia Arinicheva, Doktorandin am Jülicher Institut für Energie- und Klimaforschung, Bereich Nukleare Entsorgung und Reaktorsicherheit.

Das folgende Interview ist gegen Ende ihres sechsmonatigen Aufenthalts im Jahr 2016 entstanden.

Yulia Arinicheva vor der norwegischen Küste. Bild: privat

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Post aus Chile von Igor Dal Bo

Igor Dal Bo und eine Chilenische Empanada
Igor Dal Bo und eine Chilenische Empanada Quelle: privat

Als ich erfuhr, dass ich für meine Forschung von Jülich nach Chile gehen würde, habe ich mich riesig gefreut! Ich schätze mich sehr glücklich, dass ich in dieser großartigen natürlichen Umwelt arbeiten darf – vor allem, weil ich auch viel gereist bin, seit ich hier bin. Das ist sowieso nötig, da ich in vier Nationalparks Daten für meine Forschung sammle. Von der Atacamawüste bis zu den Affenschwanzbäumen in den urtümlichen Wäldern von Nahuelbuta: die Landschaft ist überall anders.

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Die Freiheit der Wissenschaft ist im Grundgesetz verankert. Forscherinnen und Forscher sehen sich jedoch zunehmend mit Fragestellungen konfrontiert, bei denen die Wissenschaftsfreiheit mit anderen Grundrechten, wie zum Beispiel dem Schutz von persönlichen Daten, in Konflikt geraten kann. In diesen Fällen bedarf es eines umfassenden Abwägungsprozesses in der Forschung selbst. Wichtige Impulse für diesen Abwägungsprozess könnten in einer „Ethik-Klausel“ in den Grundordnungen von Universitäten und Forschungseinrichtungen verankert werden, sagt Prof. Wolfgang Marquardt, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich, und regt eine Weiterentwicklung der verbreiteten „Zivilklausel“ an.

In diesem Gastbeitrag fasst Prof. Wolfgang Marquardt seine Rede „Zivilklausel versus Wissenschaftsfreiheit“ zusammen, die er am 10. November an der Universität Siegen gehalten hat. 

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Dr. Alexander Graf leitet eine BMBF-Nachwuchsgruppe am Institutsbereich Agrosphäre des Jülicher Instituts für Bio- und Geowissenschaften und untersucht unter anderem das Wachstum von Bäumen in der Eifel. Unter dem Motto „Woran forschen Sie gerade“ stellt er seine Arbeit im kommenden effzett-Magazin in aller Kürze vor.

Hier, im Jülicher Campus-Blog „Zweikommazwei„, beschreibt er bereits jetzt, was ihn und seine Kollegen zur Zeit umtreibt und warum gerade dieser Herbst besonders spannend für die Wissenschaftler ist…


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Sissi, Schlösser, die Donau – ach was, Wien ist noch viel mehr! So ist die Stadt etwa voll von Musikern und Künstlern. Oft höre ich bewegende Melodien von berühmten klassischen Musikern, wenn ich durch die Stadt flaniere. Gern fahre ich auch mit den alten roten Straßenbahnen mit ihren klingenden Glocken, umgeben von den vielen modernen Gebäuden. Dabei bin ich auch auf eine wunderschöne Müllverbrennungsanlage gestoßen, die vom österreichischen Künstler Friedensreich Hundertwasser als orientalisches Fantasieschloss designt wurde.

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Dies ist der zweite Teil des Artikels „Der Vorposten des Gehirns“. Den ersten Teil finden Sie hier.

DIE SPRACHE DER ZELLEN

Noch komplexer wird der Ausflug in die Welt des Sehens, wenn Müller auf Botenstoffe und Ionenkanäle zu sprechen kommt, die molekulare Grundlage der Sprache der Nervenzellen. Hier sieht er enormen Forschungsbedarf. „Unser Team hat beispielsweise gezeigt, dass jeder Bipolarzelltyp ein spezifisches Repertoire von Ionenkanälen hat.“ Ionenkanäle sind Bausteine in der Zellmembran. Durch sie gelangen elektrisch geladene Teilchen – Ionen – in die Zelle und aus ihr heraus. Da sich die Kanäle öffnen und schließen können, steuern sie wie ein Schalter, ob ein elektrisches Signal in Form von Ionen in der Zelle ankommt.
„Jeder Zelltyp hat sein ganz spezielles Inventar von Kanälen, und das prägt das jeweilige typische Antwortverhalten der Zellen“, führt Müller aus. Seine Arbeitsgruppe konnte beispielsweise in Stäbchen einen Ionenkanal nachweisen, den die Forscher salopp „Notbremse“ nennen. Er schaltet das Signal der Stäbchen bei viel Licht ab.

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Was wir sehen, entsteht im Kopf. Aber es ist nicht alleine das Gehirn, das die visuelle Information auswertet. Bereits im Auge wird die Information vorab gefiltert und verarbeitet. Dafür zuständig ist die Netzhaut – ein verschlungenes Netzwerk aus Nervenfasern und -zellen, die sich ständig austauschen. Jülicher Forscher wollen dieses komplizierte Geflecht und das Geflüster in seinem Innern entschlüsseln. Dabei verfolgen sie auch ein ganz praktisches Ziel: Sehhilfen für Blinde zu verbessern.

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Die Biologielaboranten des 2. Ausbildungsjahres des Forschungszentrums Jülich sind für sechs Wochen in Fiskebäckskil (Schweden) am Sven Lovén Center der Universität Göteborg. Der Aufenthalt wird gemeinsam mit dem Berufskolleg Stolberg organisiert und durch das Erasmusprojekt der EU finanziert. Biologielaborantin Alexandra Schmitz hat für uns aus Schweden gebloggt.

Die sechs Wochen in Schweden sind eine echt schöne Erfahrung. Auch wenn wir in einem ziemlich abgelegenen Ort untergekommen sind, bekommen wir doch viel zu sehen.

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Wir laden ehemalige Jülicher Doktoranden ein, einen Blogeintrag über ihre Dissertation und ihre Zeit am Forschungszentrum Jülich zu schreiben. Heute freuen wir uns über einen Gastbeitrag von Dr. Martin Schiek. #MyPhD

Während meiner Doktorandenzeit am Forschungszentrum Jülich habe ich die Korrosionsbeständigkeit von Nickelbasislegierungen bei hohen Temperaturen untersucht. Das Ziel ist eine optimierte Anwendung dieses Materialtyps als Trägerstruktur für Gastrennmembranen. Diese Membranen können u. a. zur Abtrennung von CO2 aus Kraftwerksprozessen eingesetzt werden, um CO2-Emissionen zu reduzieren und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

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Profifußball und Forschungszentrum? Wie gut das zusammenpasst, beweist Jasmin Hamann nahezu täglich. Die 29-jährige Industriemechanikerin aus dem Jülicher Peter Grünberg Institut feierte vor kurzem einen Erfolg, von dem nicht wenige Fußballfans und -spieler ihr Leben lang träumen. Hamann stieg mit ihrer Borussia aus Mönchengladbach in die erste Liga auf und misst sich fortan in dieser mit den großen und bekannten Frauen-Fußballmannschaften aus Potsdam, Wolfsburg, München oder Frankfurt. „Es war ein absoluter Überraschungserfolg. Wir sind erst in der vergangenen Saison aufgestiegen und haben nun den direkten Durchmarsch geschafft. Das war in keiner Weise geplant“, erklärt die Jülicherin.

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Wir laden ehemalige Jülicher Doktoranden ein, einen Blogeintrag über ihre Dissertation und ihre Zeit am Forschungszentrum Jülich zu schreiben. Heute freuen wir uns über einen Gastbeitrag von Dr. Martin Robinius.#MyPhD

Meine Doktorarbeit beschäftigte sich mit dem Strom- und Gasmarktdesign zur Versorgung des deutschen Straßenverkehrs mit Wasserstoff sowie der Modellierung und Integration der erneuerbaren Energien in den Stromsektor. Dazu entwickelte ich ein Modell, welches bspw. die Residuallast auf Gemeindeebene in Deutschland berechnet und die Stromüberschüsse für Elektrolyseure bestimmen kann. Als Ergebnis zeigte sich, dass eine wirtschaftliche und flächendeckende Versorgung von ¾ des deutschen Straßenverkehrs mittels erneuerbaren Energien möglich ist. Die Ergebnisse meiner Arbeit sind wichtig, weil sie die Grundlage zur Beratung von Politik und Industrie im Rahmen der Energiewende liefern.

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