Das Forschungszentrum Jülich trauert um Professor Harald Bolt. Er starb in dieser Woche nach schwerer Krankheit im Alter von 60 Jahren. Harald Bolt war seit 2008 Mitglied des Vorstands und führte den wissenschaftlichen Geschäftsbereich, zu dem die Energie- und Klimaforschung, das Zentralinstitut für Engineering, Elektronik und Analytik und bis vor kurzem auch die Bio- und Geowissenschaften gehörten.

Prof. Dr.-Ing. Harald Bolt (1960 – 2021)
Copyright: Forschungszentrum Jülich / Ralf-Uwe Limbach

„Wir sind alle sehr traurig und betroffen über diese Nachricht. Der Tod von Professor Bolt ist ein großer Verlust für das Forschungszentrum, als Kollege, als Mensch, wie auch als Wissenschaftler. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei seiner Familie. Harald Bolt hatte in seinen langen Jahren im Vorstand großen Anteil an der strategischen Ausrichtung des Forschungszentrums und prägte nachhaltig die wissenschaftlichen Themen und die Positionierung der Energie- und Klimaforschung sowie der Bio- und Geowissenschaften. Auch die zukunftsfähige Aufstellung der Zentralinstitute lag ihm sehr am Herzen. Dafür sind wir ihm zutiefst dankbar. Wir verlieren mit ihm einen exzellenten Strategen und eine starke Persönlichkeit. Jemand, der sich voll und ganz der Forschung verschrieben hatte, gleichzeitig ruhig und ausgeglichen war, sehr humorvoll, und der stets ein offenes Ohr für jeden Einzelnen hatte. Er wird uns sehr fehlen“, würdigte Professor Wolfgang Marquardt, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich, den Verstorbenen.

An dieser Stelle möchten wir Ihnen die Möglichkeit geben, Ihre Erinnerungen an Professor Harald Bolt zu teilen und zu kondolieren.

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Mit unserem Video-Chat-Format WISSENSCHAFT ONLINE gehen wir eine Woche „auf Sendung“. Ab kommenden Montag, 21. Juni, habt Ihr die Möglichkeit, zweimal täglich mit Wissenschaftler:innen und Mitarbeiter:innen aus dem Forschungszentrum Jülich ins Gespräch zu kommen und euch über wichtige Themen unserer Gesellschaft auszutauschen.

Die Termine bestehen jeweils aus einer kurzen Präsentation mit anschließender Diskussionsmöglichkeit. Jeder kann sich – ohne vorherige Anmeldung – über den nachfolgenden Link einwählen. Natürlich ist auch eine passive Teilnahme ohne das Einschalten von Kamera und/oder Mikrofon möglich.  

Einwahllink WISSENSCHAFT ONLINE

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Die Arbeit in der Wissenschaft ist abwechslungsreich, herausfordernd und international – das erleben nicht nur Forschende in ihrem Arbeitsalltag, sondern auch Mitarbeiter*innen aus anderen Bereichen. So auch unsere Kolleginnen Marthe Klotz und Doris Vorloeper-Heinz, die beide als Juristinnen am Forschungszentrum tätig sind und im Interview davon berichten, warum sie sich für eine Tätigkeit in der Wissenschaft entschieden haben und was ihre Arbeit so spannend macht. Außerdem geben sie Tipps für all diejenigen, die sich als Jurist*in ebenfalls für die Wissenschaft interessieren. Ein Interview von Alissa Aarts.

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In den vergangenen zwei Jahren, in denen Tobias gegen Leukämie kämpfte, ist es in seinem Jülicher Blog „Neutron Sauce“ ruhig geworden. Aber, so war der Plan, es sollte eines Tages weitergehen. Das hatten wir uns vorgenommen, das hatten wir lange gehofft. Nun kam es doch anders.  

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von Torsten Bronger

Eine neue Ära beginnt in der Wissenschaft. Bislang gab es drei grundlegende Methoden: Die Theorie, die bereits im Altertum betrieben wurde. Das Experiment, das spätestens seit Galilei etabliert ist. Und schließlich die Simulation, deren Siegeszug parallel zu dem der Computer stattfand.

Seit einigen Jahren schickt sich eine vierte Methode an, die Wissenschaft zu revolutionieren: Die Datenwissenschaft. Ergebnisse der drei anderen Methoden werden hier mittels Algorithmen verknüpft, um neue Erkenntnisse zu gewinnen. Wir stehen hier noch am Anfang und loten die Möglichkeiten aus, aber schon jetzt ist absehbar, dass viele wesentliche Innovationen über Datenwissenschaft entstehen werden.

Im Kern ist dabei jeder Forscher auch Datenwissenschaftler, wenn Rohdaten aus Experimenten oder Simulationen ausgewertet werden. Allerdings erweitert sich diese Tätigkeit rapide sowohl quantitativ (es findet eine Explosion der Datenmengen statt) als auch qualitativ (es werden global verteilte Datenquellen herangezogen und grundlegend neue Analysetechniken erforscht).

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Dr. Stephan Binder promovierte am Forschungszentrum Jülich im Jahr 2013. Schon während der Promotion am Institut für Bio- und Geowissenschaften – Biotechnologie (IBG-1) beschäftigte er sich mit der Fragestellung, wie er die Ergebnisse seiner wissenschaftlichen Arbeit anwendungsorientiert weiterverfolgen kann. Mittlerweile baut er mit seinem Kollegen Dr. Georg Schaumann das StartUp SenseUp auf, das bereits 2015 aus dem Forschungszentrum Jülich ausgründete. In folgenden Interview berichtet Stephan Binder über den Weg bis hierher, die Herausforderungen und gibt Einblick in die Zukunftspläne des jungen Unternehmens.

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Das Forschungszentrum Jülich hat eine eigene Feuerwehr. Die rund 100 Kolleginnen und Kollegen der haupt- und nebenberuflichen Werkfeuerwehr übernehmen in erster Linie die Aufgaben, wie man sie auch von kommunalen Feuerwehren kennt. Neben der Brandbekämpfung sind sie zum Beispiel auch für die betriebliche Erste Hilfe zuständig.

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Es sind außergewöhnliche Zeiten. Das Forschungszentrum hat komplett auf Basisbetrieb umgestellt und außer einer Notbesetzung vor Ort, sind alle Mitarbeiter im Homeoffice. Videokonferenzen, Abteilungschats oder kooperatives Arbeiten in Dokumenten – mittlerweile hat sich das Arbeiten von zu Hause eingespielt, wie auch die Kollegin Anna Geiger kürzlich beschrieb. Was oftmals fehlt, ist die persönliche Komponente im Büro. Das Gespräch am Morgen, die Wochenendgeschichte während des Mittagessens oder den Austausch zwischendurch, lernt man derzeit mehr und mehr zu schätzen. Auf der anderen Seite findet sich in der häuslichen Ruhe mitunter Gelegenheit, Projekte voranzutreiben, die im normalen Alltag womöglich kürzer kommen.

Passend dazu haben wir unseren ersten 360-Grad-Rundgang fertiggestellt. Bilder und Videos dazu hatten wir bereits vor der Corona-Krise aufgenommen. In den vergangenen Wochen entstand nun eine virtuelle Tour durch die Lysimeter-Anlage des Jülicher Instituts für Agrosphärenforschung.
Aber der Reihe nach…

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von Prof. Katrin Amunts / english version below / elektronisches Kondolenzbuch 

Am 26. April 2020 verstarb unser lieber Freund und hochgeschätzter Kollege, Professor Emeritus Karl Zilles, nach langer und schwerer Krankheit. Karl Zilles war über viele Jahre Direktor des Instituts für Medizin, später des Instituts für Neurowissenschaften und Biophysik und zuletzt des Instituts für Neurowissenschaften und Medizin am Forschungszentrum Jülich. Er leitete lange das C. und O. Vogt Institut für Hirnforschung der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und war damit der zweite Institutsleiter nach den beiden Namensgebern, deren große Tradition er zu neuem Leben erweckte.

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